Jürgen Klopp kritisiert ManCity und Co.: "Drei Klubs können machen, was sie wollen"

15.10.2022 um 08:00 Uhr
von Thomas Schmidt
Bundesliga-Experte
Bayern-Fan seitdem er denken kann. Kennt sich in Sachen Rekordmeister und Bundesliga bestens aus, seit 2022 im Team von Fussballeuropa.com.
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Jürgen Klopp kritisiert Gebaren von Manchester City und Co. - Foto: / Getty Images
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Derzeit beträgt der Rückstand des FC Liverpool auf Manchester City satte 13 Punkte. Auf der Pressekonferenz vor dem Kracher gegen die Sky Blues danach befragt, was man tun müsse, um mit City Schritt zu halten, kritisierte Klopp die finanzielle Unterstützung von City aus dem Nahen Osten.

"Da kann niemand mit City mithalten. Sie haben das beste Team der Welt und holen den besten Stürmer auf dem Markt. Egal was es kostet, sie machen es einfach", so der gebürtige Stuttgarter. "Wir können nicht so handeln wie sie. Es ist nicht möglich. Nicht möglich."

Manchester City (Abu Dhabi) und der aus Katar finanzierte französische Top-Klub Paris Saint-Germain machten in den Vergangenheit wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay Schlagzeilen, um Sperren in der Champions League kamen beide Klubs aber herum.  Mit Newcastle United (Saudi-Arabien) gibt es seit dem vergangenen Winter einen weiteren Verein, der mit Ölmillionen finanziert wird.

"Drei Klubs können machen, was sie wollen"

Klopp ist diese Entwicklung offenbar ein Dorn im Auge. "Es gibt drei Klubs im Weltfußball, die finanziell machen können, was sie wollen", erklärte Klopp ohne Namen zu nennen. "Es ist legal und alles in Ordnung, aber sie können machen, was sie wollen."

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Jürgen Klopp ist seit 2015 Trainer des FC Liverpool - Foto: Saolab Press / Shutterstock.com

Für Liverpool gelte es, mehr auf Spieler mit Perspektive und Talent zu achten. "Das ist überhaupt kein Problem für mich, es ist wie es ist", so der ehemalige Cheftrainer von Borussia Dortmund weiter. "Aber wenn man mir diese Frage stellt, dann wird dadurch diese Diskussion eröffnet."

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ManCity, PSG und Newcastle sind steinreich

Manchester City gehört seit 2008 der City Football Group, die sich mehrheitlich im Besitz der Herrscherfamilie des arabischen Emirats Abu Dhabi befindet. Seit der Übernahme pumpten die Eigentümer deutlich mehr als eine Milliarde in den Verein.

Paris Saint-Germain wurde 2011 von der Qatar Sports Investments (QSI) aufgekauft. PSG ist quasi im staatlichen Besitz von Katar. Im November 2021 wurde Newcastle United durch ein saudisches Konsortium übernommen und gilt seitdem als reichster Verein der Welt.

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