Ex-Barça-Boss Joan Gaspart :"Luis Figo ging als Verräter! Die Barça-Fans werden ihm nie verzeihen"

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Im Sommer 2000 veränderte sich Luis Figo vom FC Barcelona zum erbitterten Erzrivalen Real Madrid. In den Augen der Fans war der damals mit 60 Millionen Euro teuerste Fußballer der Welt ein Verräter, wurde als Abzocker und Geldgeier beschimpft.

Der damalige Wechsel hat Figo im Barça-Lager viele Antipathien eingebracht – und das wird sich auch nicht mehr ändern, meint der ehemalige Vereinspräsident Joan Gaspart, als er beim katalanischen Radionetzwerk RAC1 nach den damaligen Umständen befragt wird.

"Ich würde sagen, dass die Mitglieder von Barcelona klüger sind, als wir denken. Große Spieler haben Barcelona in der Vergangenheit verlassen und es ist nichts passiert. Die Art und Weise seines Abgangs aus Barcelona war das, was die Menschen nicht akzeptierten. Deshalb gab es eine solche Reaktion."

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Und weiter: "Nach 20 Jahren ist diese Nacht immer noch in Erinnerung. Figo verließ Barcelona als Verräter. Er wusste nicht zu schätzen, wie sehr die Fans ihn liebten. Er traf die falsche Entscheidung und die Fans werden ihm nie verzeihen."

Er sei sich anfangs nicht so wirklich sicher gewesen, ob er den Wechsel durchziehen solle, sagte Figo in einem Interview. "Aber als ich dann in Madrid ankam, war ich froh, denn ich war nun bei einem Klub, der mehr Prestige und Ruhm, aber auch finanzielle Möglichkeiten hatte, als jeder andere Verein. Ich wollte besseren Fußball spielen und Titel gewinnen."

Hintergrund


Bei seiner erstmaligen Rückkehr ins Camp Nou folgten ihm bei jedem Eckball, zu dem Figo antrat, verschiedenartige Gegenstände auf dem Platz. Unvergessen: Im Clasico wurde sogar mit einem Schweinekopf nach Figo geworfen.

Erfolg hatte Figo in Madrid, das ist unbestritten. In seinen ersten drei Jahren an der Concha Espina wurde er zweimal Spanischer Meister und gewann 2002 die Champions League.