Clasico-Historie:Luis Figo: "Wenn ich das Schwein gesehen hätte, hätte ich es gegessen"

  • Freitag, 27.09.2013

Sid Lowe, Korrespondent der englischen Zeitung "The Guardian", veröffentlichte Auszüge aus seinem neuen Buch "Angst und Furcht in La Liga". Ein Thema ist ein heftiger Clasico zwischen Barça und Real Madrid aus dem Jahre 2002.

Der 24. November 2002 ging in die Historie des spanischen Fußballs ein, als Luis Figo von Fans des FC Barcelona mit einem Schweinekopf beworfen wurde. Hintergrund war der Wechsel des ehemaligen Barça-Stars zum Erzrivalen aus Madrid. Die Fans der Katalanen konnten ihm das nicht verzeihen. Luis Figo wurde von den Fans unter anderen als "Judas" beschimpft.

Der damalige Real-Verteidiger Michel Salgado erinnert sich an die Geschehnisse. "Zahlreiche Gegenstände wurden auf uns geworfen. Münzen, Messer, Weinflaschen und auch Johnnie Walker, glaube ich", sagte der 37-Jährige.

"Und dann", so Salgado weiter, "sah ich es". Ein Schweinekopf wurde auf Luis Figo geworfen.

Auch Luis Figo blickte zurück: "Ich muss wohl einer der wenigen Sportler sein, der 120 000 Personen gegen sich hatte. Als ich zum ersten Mal wieder im Camp Nou war, gab es einen Heidenlärm."

Der Weltfußballer von 2001 gab zu, dass ihm die aggressive Stimmung Angst machte. "Ich hatte große Sorgen, dass ein Verrückter sich nicht mehr beherrschen kann."

Wie der Schweinekopf angeflogen kam, sah der Portugiese nicht. "Wenn ich das Schwein gesehen hätte, hätte ich ein Stück davon gegessen", scherzte er.

Heute sieht er alles gelassener. "Ich habe überhaupt keine Probleme mit Barcelona", betonte er.

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