Robbie Fowler

Cristiano Ronaldo ein Fehlgriff? Liverpool-Legende kritisiert Manchesters Transferpolitik

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"Ich möchte nicht grausam sein, aber United hätte ein Buch darüber schreiben können, wie man in den letzten Saisons keine Transfers macht", nimmt Fowler gleich zu Beginn seiner Mirror-Kolumne kein Blatt vor den Mund. "Spieler verpflichten, nur weil man nicht will, dass sie zu einem Rivalen gehen?"

Dieser Strategie kann der ehemalige Stürmer wenig abgewinnen. Er nennt sogar einige Negativbeispiele, die Manchester nicht hätte holen sollen. "Cristiano Ronaldo hat seine Arbeit gut genug gemacht, aber ihn unter Vertrag nehmen, nur weil er zu City hätte gehen können? Da war die Katastrophe vorprogrammiert."

Manchester United

Der Ex-Nationalstürmer weiter: "Und dasselbe gilt für Alexis Sanchez. Nein nicht dasselbe. Zehnmal schlimmer." Der Chilene habe die Red Devils in der Endabrechnung alleine beim Gehalt über 22 Mio. Euro pro Jahr gekostet, nachdem er von Arsenal genommen war.

Doch nicht alleine diese Summe stößt Fowler sauer auf. "Viel, viel schlimmer war jedoch, dass es die Gehaltsstruktur von United nicht nur durchbrochen, sondern sie erschüttert hat." Aus diesem Grund zahlt der Traditionsklub Löhne, die in keinem Verhältnis zu den Leistungen der Spieler stehen.

Paul Pogba, der in der letzten Saison wiederholt verletzt fehlte, sei laut Robbie Fowler ein Beispiel für diese besorgniserregende Entwicklung. Bezeichnend, dass Pogba den Verein im Sommer ablösefrei verlässt und Manchester somit nicht einmal Einnahmen für seinen kostspieligen Profi generiert.