DFB-Pokal :Mats Hummels und Julian Brandt uneinig über Gerangel

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Foto: cristiano barni / Shutterstock.com

Kurz vor Schluss kochten die Emotionen über: Borussia Dortmund wollte einen Elfmeter, Werder Bremen nichts von einem strafstoßwürdigen Vergehen wissen. Auch nach dem Spiel war es das Thema.

"Wenn ich das sehe, ist das Rot und Elfmeter", befand Mats Hummels nach der knappen 2:3-Niederlage des BVB bei SKY. "Ich weiß nicht, wie man zu einer anderen Entscheidung kommen kann."

Was war passiert? Giovanni Reyna und Niklas Moisander geraten im Strafraum der Bremer aneinander, liefern sich erst ein Laufduell, dann eine Rangelei. Anschließend zog sich Schiedsrichter Guido Winkmann zurück, schaute die Szene noch einmal an.

Am Ende gab er beiden Gelb. Damit verwarnte er den 17-Jährigen für eine Schwalbe und den Finnen für seinen Griff an den Kragen. Einen Schlag hatte es schließlich nicht gegeben.

Julian Brandt, Schwarz-Gelber Teamkollegen von Mats Hummels, wollte die Szene nicht allzu kritisch bewerten.

Hintergrund


"Es ist halt ein Gerangel. Ein richtiger Schlag ins Gesicht war es ja auch nicht", bewertete der Mittelfeldspieler. "Mittlerweile sind wir an dem Punkt angekommen, wo jeder Schiedsrichter das für sich selbst bewertet."

Viel ärgerlicher in den Augen vom Brandt war die lange Unterbrechung wegen des Videobeweises. Nach dem Anschlusstreffer von Reyna sei Borussia Dortmund "gerade richtig gut drinnen" gewesen. "Das hat uns wieder aus dem Konzept gebracht", so Brandt.

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt konnte die Aufregung auf den Seiten des BVB verstehen. "Es ist ein Halten, kein Schlagen", beurteilte er. "Ich habe für beide Seiten Verständnis. Wenn ich Dortmunder wäre, würde ich mich wahrscheinlich auch aufregen."

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