Medien: Bayern entlässt Nagelsmann - Tuchel als Nachfolger?

23.03.2023 um 22:22 Uhr - Update: 22:33 Uhr
von Sport-Informations-Dienst
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Nagelsmann vor Entlassung? - Foto: AFP/SID/INA FASSBENDER
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Fußball-Rekordmeister Bayern München trennt sich nach Informationen der Bild von Trainer Julian Nagelsmann. Wie die Zeitung am späten Donnerstagabend berichtet, ist der frühere Dortmunder Coach Thomas Tuchel Favorit auf die Nachfolge. Dieser hatte mit dem FC Chelsea 2021 die Champions League gewonnen, wurde dort aber nach einem schwachen Saisonstart im September 2022 freigestellt. Nach Informationen des kicker gab es in den vergangenen Tagen bereits Kontakt zwischen dem FC Bayern und dem 49-Jährigen.

Nagelsmann (35) spielt mit den Bayern die schlechteste Bundesliga-Saison seit elf Jahren. Am Sonntag hatte München 1:2 bei Bayer Leverkusen verloren und rutschte damit in der Bundesligatabelle auf den zweiten Platz hinter Borussia Dortmund ab. Nach der Länderspielpause kommt es am 1. April in München zum direkten Duell mit dem Spitzenreiter.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte die Spieler nach der Niederlage in Leverkusen öffentlich hart kritisiert. Sie hätten "nicht das" gezeigt, "was Bayern München bedeutet. So wenig Antrieb, so wenig Mentalität, so wenig Zweikampfführung, so wenig Durchsetzungsvermögen habe ich selten erlebt."

In krassem Gegensatz zu den Leistungen in der Bundesliga steht zumindest in dieser Saison Nagelsmanns Bilanz in der Champions League. Aus acht Spielen holten die Bayern acht Siege, zuletzt setzten sie sich souverän im Achtelfinale gegen Paris St. Germain durch.

Nagelsmann musste aber neben sportlichen Problemen auch zahlreiche Nebengeräusche moderieren. Jüngst hatte ein Maulwurf seine Bayern-Taktik an die Presse gegeben, der Trainer reagierte mit Unverständnis.

Nagelsmann war zur Saison 2021/22 vom Ligakonkurrenten RB Leipzig nach München gekommen. In seinem ersten Jahr reichte es jedoch "nur" zum Meistertitel, im Viertelfinale der Champions League gab es das überraschende Aus gegen Underdog FC Villarreal, im DFB-Pokal ein herbes 0:5 in der zweiten Runde bei Borussia Mönchengladbach.