Arsenal-Ikone Martin Keown :"Mesut Özil ist seit diesem Zeitpunkt ein anderer Spieler"

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Das Drama um Mesut Özil - wie konnte es nur soweit kommen? Der laut Jack Wilshere "beste Fußballer" des FC Arsenal ist von Coach Mikel Arteta aus dem Premier-League-Kader geworfen worden.

Zwischen Özil und seinem Berater auf der einen und Arteta auf der anderen Seite ist eine Schlammschlacht entbrannt.  Martin Keown (54) glaubt zu wissen, wann die Probleme des gebürtigen Gelsenkircheners anfingen.

Die Arsenal-Legende (396 Einsätze) bringt den Leistungsabfall Özils mit dessen Vertragsverlängerung im Winter 2018 in Verbindung. "Ivan Gazidis war damals Geschäftsführer, Arsene Wenger wollte unbedingt, dass er verlängert", so der 43-fache englische Nationalspieler.

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Es sei um hohe Summen im Vertragspoker gegangen, doch Arsenal sei in einer Zwickmühle gewesen, so Keown: "Sie blickten auf die Tabelle, sahen wie Alexis Sanchez ablösefrei wechselte (zu Manchester United, Anm. d. Red.) und dann hatten sie das Gefühl vor einem Dilemma zu stehen."

Hintergrund


"Es wäre besser gewesen, Alexis Sanchez und Özil abzugeben"

Arsenal und Özil einigten sich letztendlich auf eine Vertragsverlängerung bis 2021. Zu exorbitanten Bezügen. 20 Millionen Euro pro Jahr soll der 2014er-Weltmeister seitdem pro Jahr erhalten.

Im Rückblick sei der Vertrag ein Fehler gewesen, erklärt der Ex-Abwehrchef. "Du schaust jetzt zurück und es wäre wohl besser gewesen, beide Spieler zu abzugeben. Vielleicht haben wir zu diesem Zeitpunkt einen Teil von Özil verloren. Ich glaube nicht, dass er seitdem der gleiche Spieler wie noch zuvor ist."