"Ich habe es nicht verstanden" :Michael Ballack rechnet mit Jogi Löw ab

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Foto: Fabio Diena / Shutterstock.com

Michael Ballack stört sich Jogi Löws Umgang mit Thomas Müller.

"Das ist ein Spieler, der unverzichtbar war, bei FC Bayern und in der Nationalmannschaft", erklärte der 43-Jährige bei SKY zu der "Sondersituation" des Bayern-Stars.

"Jogi Löw hat diese Entscheidung getroffen, zum Unverständnis vieler. Ich hab es nicht verstanden, weil man sich einer Stärke beraubt."

Michael Ballack sieht beim DFB in solchen Situationen "Verbesserungspotential" in der Kommunikation.

Hintergrund


"Diese Spielerpersönlichkeiten, mit denen du eine Historie hast, das waren ja Weltmeister – dann erwartest du eine anderen Umgang. (...) Dass man auch unbequeme Entscheidung besser kommuniziert. Die absoluten Top-Spieler haben den Charakter, um das auch zu verstehen. Da braucht man nicht rumzueiern", so Ballack.

Da habe sich der eine oder andere Spieler in der Vergangenheit "eine andere Kommunikation gewünscht", so der Ex-Leverkusener weiter.

Sicherlich auch er selbst. Denn nach der WM 2010 wurde Ballack von Löw ohne großartige Erklärung aussortiert, weil er sich einmal kurz vor dem Turnier und einmal kurz danach verletzt hatte. Deshalb gebe es auch "keinen regen Austausch" mit dem Bundestrainer.

Auf die Frage, was er in seiner Karriere gern ändern würde, meinte Ballack, dass er seinen Vertrag bei Chelsea hätte verlängern und "nicht mehr unbedingt" in die Bundesliga hätte zurückkehren sollen.

Ballack hatte von 2010 bis 2012 seine Karriere bei Bayer Leverkusen ausklingen lassen. Danach habe er sich "bewusst zurückgezogen".

Aus Enttäuschung über die letzten Monate seiner Laufbahn. "Wenn man so eine intensive Karriere hat, verzichtet man auf unheimlich viel, ordnet dem Sport alles unter. (...) Wegen der Enttäuschungen aus den letzten Jahren ist dieser Abstand ein bisschen länger geworden", so der Vize-Weltmeister von 2002 weiter.

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