FC Barcelona :Mit diesem heiklen Trick will Barça Neymar zurückholen

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Foto: lev radin / Shutterstock.com
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Macht sich der FC Barcelona bei der geplanten Rückholaktion von Neymar einen heiklen Trick zunutze?  Laut ESPN denkt der spanische Meister darüber nach, den Brasilianer dank Artikel 17 der FIFA-Regularien zu verpflichten.

Dieser besagt, dass Fußballprofis nach drei Jahren bei einem Verein ein einseitiges Kündigungsrecht haben, wenn sie denn ins Ausland wechseln wollen.

Der erste Profi, der sich dieses Artikels bediente war Andy Webster. Der Schotte kündigte 2006 im dritten Vertragsjahr seines Vier-Jahres-Kontrakts bei Heart of Midlothian und wechselte zu Wigan Athletic in die Premier League.

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Foto: MDI / Shutterstock.com

Die FIFA stimmte dem Wechsel zu, ließ aber noch die Höhe der Ablösesumme offen. Laut Regularien müsste die Ablöse nur so viel betragen, wie der Spieler in seinem letzten Vertragsjahr verdient hätte.

Dem Bericht zufolge hat der FC Barcelona bereits einen Anwalt damit beauftragt, Neymar so von Paris Saint-Germain zurück nach Spanien zu bringen.

Demnach müsste der 28-Jährige innerhalb von 15 Tagen nach dem letzten Saisonspiel seinen Vertrag aufkündigen. Angesichts der Coronavirus-Pandemie und der dadurch erfolgten Aussetzung des europäischen Fußballs ist die Nennung eines genauen Datums noch nicht möglich.

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Anschließend müssten PSG und Barcelona abermals verhandeln. Das Ziel sollte zuallererst ein "normaler" Wechsel sein. Jedoch sind daran beide Seiten im vergangenen Sommer gescheitert.

Das Aktivieren von Artikel 17 ist zwar eine Option, aber auch eine sehr riskante. So haben nur sehr wenige Profis diese Chance bisher ergriffen.

Neymars Landsmann Matuzalem versuchte es, wurde dann aber zu einer Millionenzahlung (die FIFA nahm auch die finanziellen Aufwände für einen Ersatz mit in die Summe auf) verurteilt und später durch den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) mit einem Berufsverbot belegt. Dieses wurde erst durch ein Schweizer Gericht aufgehoben.

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Im Falle von Webster kam es zu einem besseren Ende. Nach einem halben Jahr bei Wigan ging er leihweise zu den Glasgow Rangers.

Dieser Wechsel sei nicht rechtens, beschwerte sich Heart of Midlothian bei der FIFA. Der Weltverband entschied, dass Webster seinen Vertrag ohne triftigen Grund aufgelöst hatte und verurteilte ihn zu einer Zwei-Spiele-Sperre sowie zur Zahlung von 625.000 Pfund.

Der CAS entschied im Januar 2008, dass die Hearts nur 150.000 Pfund bekommen müssten – jenen Betrag, den Webster bis zu seinem regulären Vertragsende bekommen hätte.

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