Ex-Chelsea-Ass :Nach China-Abenteuer: John Mikel Obi spricht Warnung aus


Zwei Jahre kickte John Mikel Obi im chinesischen Fußballoberhaus. Einen richtigen Mehrwert hatte der Wechsel für ihn nicht – außer das große Geld.

  • Andre OechsnerMontag, 11.03.2019
Foto: mooinblack / Shutterstock.com
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Im Januar dieses Jahres setzte John Mikel Obi hinter seinem China-Abenteuer einen Haken.

Nach zwei Jahren bei Tianjin Teda zog es ihn wieder zurück nach England. Beim Zweitligisten FC Middlesbrough unterschrieb er bis Saisonende.

Der britische TELEGRAPH befragte den Nigerianer bezüglich seiner Erfahrungen in den vergangenen zwei Jahren. Positive Äußerungen Obis sucht man vergeblich.

"Ich würde niemandem unter 30 raten, nach China zu wechseln. Sie würden es bereuen", sagt Obi, der bei seinem Übergang nach Fernost selbst 29 Lenze zählte und zuvor zehn Jahre für den FC Chelsea spielte.

Man sollte eher warten, bis sich die aktive Karriere dem Ende zuneige, meint der heute 31-Jährige.

"Das Geld stellt natürlich eine Versuchung dar, aber, wenn du am Höhepunkt deiner Karriere bist, ist es das nicht wert."

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Der Fußball in China hinkt den europäischen Standards offenbar weit hinterher: "Das Niveau entspricht noch nicht einmal der Championship (zweite englische Liga; Anm. d. Red.). Das musste ich sehr schnell feststellen. Sie stecken viel Geld in die Liga, aber sie liegen weit zurück."

China erhofft sich, auf kurz oder lang in die Weltelite des Fußballs aufsteigen zu können.

Dass dieses Vorhaben einmal in die Realität umgesetzt werden könnte, glaubt Obi nicht. Dafür sei auch die Kultur des Landes mitverantwortlich.

"Das Essen, der Lifestyle und die Art, wie Dinge gemacht werden, ist total unterschiedlich", so Obi, der es aus diesen Gründen schwer fand, sich zu assimilieren.

"Wenn man beispielsweise die MLS betrachtet, ist es für Spieler wie mich, die in Europa gespielt haben und Englisch sprechen, viel einfacher."

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