UEFA verbannt City :Nach Königsklassen-Schock: Pep Guardiola bekennt sich zu ManCity

josep guardiola 2017
Foto: Stef22 / Dreamstime.com

Manchester City reagiert auf die UEFA-Sperre. In einer Stellungnahme des amtierenden englischen Meisters heißt es, dass man zwar "enttäuscht, aber nicht überrascht" sei.

Der Fall sei von der UEFA initiiert, von der UEFA juristisch verfolgt und von der UEFA beurteilt worden, kritisierte Manchester City.

Nach diesem "vorverurteilenden Prozess" werde man nun so schnell wie möglich eine unabhängige Untersuchung anstrengen und als ersten Schritt den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen.

Grund für die Sperre von zwei Jahren für alle europäischen Wettbewerbe sind Verstöße gegen das Financial Fair Play der UEFA.

Hintergrund


Demnach habe der Verein zwischen 2012 und 2016 Sponsoreneinkünfte zu hoch bewertet und somit bewusst getäuscht. Zudem muss der Klub 30 Millionen Euro Strafe zahlen.

Schon Enthüllungen der Plattform Football Leaks hatten gezeigt, dass Manchester City Einnahmen als Sponsorengelder verbucht hatte, dieser aber in Wahrheit von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, Halbbruder des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Chalifa bin Zayid Al Nahyan, und Haupteigner des englischen Erstligisten.

Das Financial Fair Play soll solche Tricks verhindern. Im Grunde dürfen Vereine nicht mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Geldgeber dürfen nur bis zu einem bestimmten Punkt aushelfen.

Bereits 2014 war City ins UEFA-Visier geraten und durfte nur 21 statt der erlaubten 25 Spieler für die Champions League melden. Auch Paris Saint-Germain wurde damals genauso bestraft.

Jürgen Klopp von Manchester Citys Ligarivale Liverpool hat Mitleid für Josep Guardiola.

Er sei geschockt gewesen, erklärte Klopp nach dem 1:0-Sieg bei Norwich City (1:0) über den Tiefschlag für seinen Trainerkollegen.

Der Liverpool-Trainer ergänzte: "Ich kann mir vorstellen, dass es in einem solchen Moment für Sportler sehr schwer zu verstehen ist. Es tut mir wirklich leid für sie, um ehrlich zu sein, für Pep und die Spieler, aber das wird ihnen nicht helfen."

Pep Guardiola (49) will trotz der Sperre im Etihad Stadium bleiben. Das stellte sein Berater Josep Maria Orobitg klar.

"Guardiola hat seine Verträge immer erfüllt. Und dieser läuft 2021 aus", sagte er gegenüber EL MUNDO.

Auch Raheem Sterling bekennt sich zu ManCity. " Raheem ist einzig und allein auf Manchester City fokussiert und wird sich nicht von irgendwelchen Gesprächen über Transfers ablenken lassen", sagte Aidy Ward der DAILY MAIL.

City droht indes nun auch Ärger in der Premier League. Englischen Medienberichten zufolge, wird sich die Premier League die Bilanzen des Klubs in dem fraglichen Zeitraum nochmals anschauen.

INDEPENDENT berichtet von möglichen Punktabzügen Manchester City, die DAILY MAIL von einer möglichen Aberkennung der Meisterschaft 2014.

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