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Juventus Turin :Nach Rassismus-Eklat: Leonardo Bonucci meldet sich erneut zu Wort

  • Andre Oechsner Dienstag, 09.04.2019

Rund eine Woche liegen Leonardo Bonuccis Aussagen zum Rassismus-Skandal um seinen Mitspieler Moise Kean zurück. Juventus Turins Abwehrchef versucht noch mal, Gesagtes ins richtige Licht zu rücken.

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Kurz vor Ende der Partie zwischen Cagliari Calcio und Juventus Turin machte Moise Kean den Deckel drauf, traf mit seinem Rechtsschuss zum 2:0-Endstand für den italienischen Serienmeister.

Die komplette Spielzeit wurde der schwarzafrikanisch-stämmige Kean von den Heimfans mit Affenlauten bedacht.

Nach seinem Treffer stellte sich der 19-Jährige stillstehend und mit ausgebreiteten Armen vor die Heimkurve.

Juve-Verteidiger Leonardo Bonucci hatte im Nachgang für Aufruhr gesorgt, als er behauptete, die Schuld für die Vorfälle sei "50:50" zwischen den Cagliari-Fans und Kean  zu verteilen.

Später ruderte er zurück. Nun meldete er sich erneut zu Wort. Während der italienischen Fernsehsendung LE LENE positionierte sich Bonucci nochmals klar gegen Rassismus.

"Jedermann hatte gutes Recht dazu, verärgert zu sein. Rassismus ist ein Skandal und dürfte im Jahre 2019 nicht mehr existieren."

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"Ich selbst bin zu 100 Prozent gegen Rassismus - und möchte mich nochmals bei allen, die mich missverstanden haben, entschuldigen."

Vielerorts sind Vorfälle solcher Art aber bittere Realität. Vor allem im italienischen Fußball skandieren Fans auf den Tribünen landesweit immer wieder rassistisches Gedankengut.

Bonucci: "Ich rechtfertige keine Form von Rassismus, ich hätte es eben nur besser gefunden, wenn Moise sein Tor direkt mit uns gefeiert hätte."

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