Jude Bellingham klagt an: "Das sollte niemals passieren"

02.06.2022 um 13:22 Uhr
von Kevin Richau
Redakteur
Berichtet seit 2021 für Fussballeuropa.com über den internationalen Fußball.
jude bellingham
Foto: / Getty Images
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Im Endspiel gegen Italien verschossen auf Englands Seite mit Marcus Rashford, Bukayo Saka und Jadon Sancho drei schwarze Spieler, die im Anschluss wegen ihrer Hautfarbe rassistischen Angriffen ausgesetzt waren. Für Jude Bellingham bis heute ein Schock, weil seine Landsleute zuvor ein ganz anderes Bild abgegeben hatten.

"Ich denke, wenn man sich den Einzug ins Finale ansieht, fühlte es sich an, als hätte sich das Land vereint und es fühlte sich an, als würden wir den gleichen Weg einschlagen", berichtete der Profi von Borussia Dortmund dem TV-Sender CNN.

Sein Team machte mit einem Kniefall vor jeder Partie auf Rassismus und Diskriminierung aufmerksam. Die Engländer ernten dafür trotz einiger Buhrufe aus dem Publikum viel Zuspruch aus den eigenen Reihen.

Bellingham betonte im Interview, dass der Triumphzug seiner Mannschaft bei der Europameisterschaft auf die Diversität zurückzuführen war. "Wir hatten Spieler, schwarze Spieler im Team, Spieler mit unterschiedlichem Hintergrund aus allen verschiedenen Ländern im Team. Und sobald sie den Elfmeter verschossen haben, sind sie keine Engländer mehr, sie sind nur noch schwarz."

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Kritik sei nach einem verlorenen Spiel natürlich angebracht, solange sie sachlich hervorgebracht wird. Die Konzentration auf die Hautfarbe eines Spielers hat in einer Bewertung allerdings nichts zu suchen. "Das sollte niemals passieren", stellte Bellingham deshalb noch einmal klar.

Die britische Polizei nahm in den Tagen nach dem EM-Finale elf Menschen fest, die als Urheber rassistischer Kommentare identifiziert wurden. Eine Spezialeinheit soll die Suche nach Tätern in Zukunft erleichtern.

Verwendete Quellen: thesun.co.uk
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