Coutinho am Boden zerstört - "Wir alle fühlen mit ihm"

08.11.2022 um 18:06 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Redakteur
Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
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Philippe Coutinho verpasst die Weltmeisterschaft in Katar - Foto: / Getty Images
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Im Rückblick dürfte Philippe Coutinho seinen Wechsel vom FC Liverpool zu Barça im Januar 2018 als Fehler bewerten. Der Südamerikaner, mit 135 Millionen Euro Ablöse bis dato der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte, lieferte konstant nur in seinem ersten Halbjahr ab.

Nach der WM 2018 fiel der Edeltechniker in ein Formtief, das Selbstbewusstsein sank. Die Fans sahen den Edeltechniker immer kritischer. Um Coutinho zu stärken, wurde er von 2019 bis 2020 an den FC Bayern verliehen, wo er zumindest teilweise an alte Klasse anknüpfen konnte.

Zurück beim FC Barcelona konnte Coutinho die beim deutschen Rekordmeister gewonnene Spielpraxis nicht nutzen, um sich nachhaltig in die Fan-Herzen zu spielen. Im Januar 2022 wurde das Missverständnis beendet, Barça gab den Offensivakteur an Aston Villa ab -zunächst auf Leihbasis, im vergangenen Sommer überwies der Traditionsverein aus Birmingham 20 Millionen Euro Ablöse.

Nach einem rasanten Start baute Coutinho auch in der Premier League wieder ab. Nichtsdestotrotz hoffte der 69-malige Nationalspieler (21 Tore) auf ein Ticket von Nationaltrainer Tite für die WM in Katar. Doch beim siegreichen Spiel gegen Manchester United (3:1) am vergangenen Wochenende zog sich der Routinier eine Oberschenkelverletzung zu. Damit steht sein WM-Aus fest.

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Coutinho seit Jahren ein fester Bestandteil der brasilianischen Nationalmannschaft - Foto: A.RICARDO / Shutterstock.com
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Philippe Coutinho sehr traurig

Fábio Mahseredjian, seines Zeichens Fitnesstrainer der Selecao, enthüllt nun, wie hart den sensiblen Superstar der Ausfall getroffen hat. "Ich habe gestern mit ihm gesprochen, er war sehr, sehr erschüttert, sehr traurig", erklärte Mahseredjian. "Wir alle fühlen mit ihm. Wir lieben ihn so sehr, als Sportler und als Mensch."

Der Verzicht auf den ehemaligen Münchner war jedoch laut Mahseredjian alternativlos. "Man muss die Leistungen auf hohem Niveau belohnen und berücksichtigen. Wir haben alle Spiele des Wochenendes von allen Mannschaften gesehen, um eine endgültige Auswahl zu treffen. Da hat er sich leider verletzt und konnte nicht weiter um einen Platz kämpfen."

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