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Kylian Mbappe: Nach Sponsoren-Zoff meldet sich seine Anwältin zu Wort

30.03.2022 um 19:58 Uhr
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Foto: / Getty Images
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Vor wenigen Tagen hatte Kylian Mbappe für Verwunderung gesorgt, als er als einziger Spieler der französischen Nationalmannschaft einem Sponsorentermin ferngeblieben war. Beim Fußballverband wird es so gehandhabt, dass Spieler bei ihrer erstmaligen Einberufung ein Dokument unterzeichnen, um ihre Rechte und Pflichten bis fünf Jahre nach der Profikarriere zu regeln. Dazu gehört unter anderem die Teilnahme an Sponsorenterminen.

Mbappes Anwältin Delphine Verheyden sagt der L'Equipe: "Für Kylian müsste es also ungefähr von seinem 18. Geburtstag bis zu seinem 40. Geburtstag reichen. Es ist nicht realistisch, eine so lange Verpflichtung anzunehmen." Verheyden verlangt dafür, "dass wir seinen Namen auf ein Trikot setzen", eine extra Entschädigung vom Verband.

In der Regel kommen die Einnahmen aus solchen Terminen dem Amateurfußball zugute. Mbappe wolle laut seiner Anwältin in diesem Fall "ein Wörtchen" mitreden. Es solle jeder selbst bestimmen können, was er mit dem Geld mache. Verheyden setzt sich dafür ein, dass die vertraglichen Bindungen entweder angepasst oder komplett abgeschafft werden.

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"Die mit dem Verband unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass die Spieler jede Frage eines Medienunternehmens beantworten müssen", so Verheyden. "Aber abgesehen davon, dass sie über ein gerade beendetes Spiel sprechen, sollten die Spieler selbst entscheiden können, wann und wo sie sprechen wollen. Wir müssen diese Konvention einfach mit der heutigen Welt in Einklang bringen."

Verwendete Quellen: L'Equipe

Kylian Mbappe: Hintergrund

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