Nationalmannschaft :Spaniens Sturmflaute: Luis Enrique nimmt Alvaro Morata in Schutz

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Foto: Stef22 / Dreamstime.com
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Weder Alvaro Morata noch Gerard Moreno brachten es am Montagabend fertig, gegen Schweden ein Tor zu erzielen – obwohl die Skandinavier mit über 85 Prozent Ballbesitz, dem höchsten Wert seit der EM-Datenerfassung 1980, fast nach Belieben hergespielt wurden.

Die spanische Torlosigkeit befeuerte nach Spielende einmal mehr die Stürmerfrage. Luis Enrique hatte zunächst Morata ein Mandat in der Startelf erteilt, was das Fanlager nicht ganz nachvollziehen konnte. Immerhin spielte Kontrahent Moreno mit 30 Toren die Saison seines Lebens, mit dem FC Villarreal holte er sogar die Europa League.

Hintergrund

Es kam dann tatsächlich so, wie es viele prophezeit hatten. Morata vergab nach rund 40 Minuten die größte Chance der spanischen Mannschaft, auch nach Wiederanpfiff hatte sich der Stürmer von Juventus Turin glücklos gezeigt.

"Morata ist ein großartiger Spieler, der offensiv und defensiv gut arbeitet", stellte sich Enrique im Nachgang der Partie bei Telecinco schützend vor Morata. "Heute hatte er kein Glück, aber er wird noch treffen. Er ist wichtig für uns, das weiß er."

Eine Viertelstunde vor Schluss ersetzte Moreno den glücklosen Morata, und nahm tatsächlich mehr am Spiel teil als sein Konkurrent. Das Problem: Auch Moreno versiebte eine große Chance, als er kurz vor Schluss per Kopf den Siegtreffer verpasste. Für Spanien geht es am Samstag (21 Uhr) gegen Polen weiter. Wer dann stürmen wird, ist Stand jetzt offen.

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