Paris Saint-Germain :Neymar: Barça-Rückkehr scheiterte denkbar knapp - neuer Anlauf 2021?

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Zwei Jahre nach seinem Abschied vom FC Barcelona wollte Neymar Paris Saint-Germain den Rücken kehren und wieder nach Katalonien umziehen. Das Vorhaben scheiterte bekanntlich, PSG und Barça wurden nicht handelseinig.

Ein Comeback des teuersten Fußballers der Welt (222 Millionen Euro beim Wechsel zu PSG) war aber fast in Reichweite, wie der ehemalige Barça-Direktor Javier Bordas im Gespräch mit der Sporttageszeitung MUNDO DEPORTIVO verrät. "Ja, wir meinten es ernst. Ich war persönlich vor Ort und wir wollten wirklich, dass er zurückkommt. Wir haben es auf jede erdenkliche Weise versucht, wir waren nah dran", sagte Bordas zu den Verhandlungen in Paris.

"Wir standen so kurz davor, dass Neymar bereits dachte, er würde kommen. Ich ebenfalls", so der Ex-Barça-Vorstand, der zudem andeutet, dass Neymar zu Gehaltseinbußen bereit war. "Aber die Clubs wurden sich nicht einig, als es darum ging, den Deal abzuschließen, auch wenn wir sehr nahe dran waren, ihn herzubringen."

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Doch keine Vertragsverlängerung bei Paris Saint-Germain?

Neymar soll seine Abschiedsgedanken mittlerweile begraben haben und sich eine Vertragsverlängerung bei Paris Saint-Germain gut vorstellen können. Die ersten Gespräche sollen laut LE10SPORT stattgefunden haben.

Hintergrund


Die SPORT hält jedoch dagegen. Dem Fachblatt aus Spanien zufolge habe Neymar kein Interesse an einem neuen PSG-Vertrag. Stattdessen wolle der Brasilianer den Parc des Princes am Saisonende verlassen. Sein aktuelles Arbeitspapier endet 2022.

Der Sommer 2021 wäre die letzte Möglichkeit für PSG, eine angemessene Ablösesumme zu kassieren, sollte Neymar nicht verlängern. Laut SPORT spielen einige der Präsidentschaftskandidaten (im Januar kommt es zu Wahlen) der Katalanen mit dem Gedanken, Neymar 2021 zurückzuholen. Allerdings lassen die klammen Kassen - wegen Corona droht ein 300-Mio-Finanzloch - eine Neymar-Verpflichtung wohl nicht zu.

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Neymar: Vermeidbare Reise für den Weltstar

Indes gibt es Zoff zwischen Neymars Verein PSG und dem brasilianischen Fußballverband. Der Grund: Neymar musste bei der Selecao erscheinen, obwohl Paris zuvor erklärt hatte, dass der Superstar nicht fit wäre.

Dennoch bestand die Selecao darauf, dass der 28-Jährige in Brasilien erscheint, um dort von den Ärzten der Nationalmannschaft durchgecheckt zu werden. Diese kamen zum gleichen Schluss wie ihre Kollegen aus Paris, mit einer diagnostizierten Oberschenkelverletzung flog Neymar zurück in die französische Hauptstadt. Insgesamt saß Neymar 23 Stunden im Flieger.

"Wir hatten die Hoffnung, dass er spielen könnte. Deshalb haben wir ihn nach Brasilien geholt", erklärte Mannschaftsdoc Rodrigo Lasmar laut SPORT1. " Es ist besser geworden, aber nicht gut genug, sodass er bereit gewesen wäre für das Spiel am Dienstag gegen Uruguay."