FC Barcelona :"Neymar könnte zu Barça kommen, aber nur kostenlos"

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Neymar will wieder zusammen mit Lionel Messi spielen. Das verkündete der Superstar jüngst höchstpersönlich. "Was ich mir am meisten wünsche, ist wieder mit ihm auf dem Feld zu stehen", sagte der Südamerikaner.

Messis Vertrag beim FC Barcelona endet bekanntlich am 30. Juni 2021. Ab Januar 2021 darf er mit anderen Klubs verhandeln und einen Vertrag für die Zeit ab dem 1. Juli 2021 unterzeichnen. Neymar hofft offenbar auf einen ablösefreien Wechsel seines Ex-Weggefährten zu Paris Saint-Germain.

Die zweite Option für eine Wiedervereinigung: Neymar schließt sich zum zweiten Mal Barça an. Die Chancen dafür sind allerdings gering. 2019 wollte der Brasilianer bereits zurück dorthin, wo er bereits von 2013 bis 2017 gewirbelt hatte. PSG und Barcelona wurden sich aber nicht handelseinig.

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Eineinhalb Jahre nach Neymars geplatzter Rückkehr regiert bei Barça wegen Corona der Rotstift. Nach zähen Verhandlungen einigte man sich mit den Spielern auf einen temporären Gehaltsverzicht.

Hintergrund


Barcelonas Interimsboss Carles Tusquets, der die Geschäfte der Katalanen nach dem Rücktritt des umstrittenen Josep Maria Bartomeu bis zu den Präsidentschaftswahlen am 24. Januar 2021 führt, stellt klar: Barça kann keine hohen Ablösesummen zahlen.

"Neymar könnte nur kommen, wenn er gratis wäre", erklärte der Finanzfachmann im Interview mit dem Radiosender RAC1. "Wenn kein Spieler verkauft wird, ist kein Geld für Neuzugänge da. Momentan ist er unerschwinglich, wenn der nächste Präsident kein Wunder vollbringen kann."

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Barça muss nach den dramatischen Einnahmeverlusten (bis zu 300 Millionen Euro weniger als geplant) sein von der Liga vorgegebenes Gehaltsbudget um 270 Millionen Euro senken. Ein hohes Gehalt wie es Neymar beziehen würde, kann sich Barça nicht leisten. Der größte Einzelposten im Budget geht für Lionel Messi drauf. Der sechsfache Weltfußballer ist mit Abstand Topverdiener.

"Wirtschaftlich gesehen wäre es wünschenswert gewesen, Messi zu verkaufen"

Carles Tusquets hätte den im vergangenen Sommer vorgetragenen Wechselwunsch Messis aus finanziellen Aspekten zugestimmt. "Wirtschaftlich gesehen wäre es wünschenswert gewesen, Messi zu verkaufen", erklärte er.

Die Einnahmen, die daraus erzielt worden wären, hätten die "schreckliche" wirtschaftliche Situation des Vereins verbessert und dabei geholfen sich an die Gehaltsobergrenze der Liga anzupassen.

Tusquets unterstrich zudem, wie prekär die finanzielle Lage bei den Blaugrana ist. Ohne die Vereinbarung mit dem Kader, die Gehälter anzupassen und Zahlungen aufzuschieben "hätten wir eine Insolvenzsituation", so der 69-Jährige.