"Dieses Arschloch" :Neymar verteidigt Schlag gegen Gegenspieler - und teilt verbal heftig aus

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Foto: PanoramiC / imago images

Nach einem positiven Corona-Test sollte Neymar Paris Saint-Germain im Topspiel gegen Olympique Marseille eigentlich zum Sieg führen. Stattdessen sorgt der 28-Jährige gleich an mehreren Ecken für Aufsehen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP vermeldet, hatte Neymar den zuständigen Schiedsrichter während des Spiels mehrmals auf rassistische Gesten und Aussagen seines Gegenspielers Alvaro Gonzalez hingewiesen. In den letzten Minuten des Spiels war der PSG-Star einer von fünf Spielern, die infolge einer Massen-Auseinandersetzung vom Platz gestellt wurden.

Neymar hatte Gonzalez auf den Hinterkopf geschlagen. Wenige Stunden nach der Partie hat sich Neymar auf Twitter zur Wehr gesetzt, und die Situation noch mal verschärft. "Ich bedauere nur, dass ich diesem Arschloch nicht ins Gesicht geschlagen habe", schreibt der Brasilianer.

Und weiter: "Meine Aggressionen vom Video-Schiedsrichter einzufangen, ist einfach. Jetzt möchte ich das Bild des Rassisten sehen, der mich Affen-Mutterficker nennt."

Als er das Spielfeld verlassen hatte, wies Neymar nochmals auf den Rassismus hin, den er erfahren haben soll. "Sehen Sie sich den Rassismus an. Deshalb habe ich ihn geschlagen", sagte er.

Hintergrund


Die Ausuferungen gegen Ende der Partie ließen das Sportliche in den Hintergrund rücken. Marseille gewann das Spiel mit 1:0 und bescherte PSG die zweite Niederlage im zweiten Spiel. "Wir sind diejenigen, die jetzt unter diesen drei Roten Karten leiden müssen - es war zu viel. Ich mag das nicht und hasse die Folgen", nahm PSG-Coach Thomas Tuchel Stellung.

Neymars Rassismusvorwürfe gegen Gonzalez konnte Andre Villas-Boas derweil nicht nachvollziehen. Marseilles Trainer: "Das glaube ich nicht, denn Alvaro ist ein erfahrener Spieler. Es gibt keinen Platz für Rassismus im Fußball, aber ich glaube nicht, dass das der Fall ist."

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