Jose Luis Chilavert :"Nicht mal 1 Prozent gewonnen": Vergleich zwischen Diego Maradona und Lionel Messi

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Diese Aussagen könnten für Zündstoff in Argentinien sorgen – und dann kommen sie auch noch ausgerechnet von einem Paraguayer. Jose Luis Chilavert hat sich in einer der heißesten Debatten Fußball-Argentiniens klar für Lionel Messi und gegen Diego Maradona positioniert.

Wegen seiner Darbietungen im Nationalmannschaftstrikot wird Maradona in Argentinien wohl mehr verehrt als Messi. Chilavert hält davon nichts. "Messi ist ein Genie und der Rest von uns ist auf dem gesamten Planten Erde", sagt die Paraguay-Legende gegenüber TYC SPORTS.

Das Plädoyer weiter im Wortlaut: "Als er Hilfe brauchte, stellten sich alle hinter Messi und Barça gab ihm den Vertrag, den er wollte. Das Opfer, das Messi und seine Familie brachte, machte ihn noch stärker."

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Den Stimmen, die Messi aufgrund seiner Introvertiertheit nicht als Anführer ansehen, tritt Chilavert ebenfalls entgegen. Anführen, Schreien und Beleidigen seien für viele die Attribute, welche einen Anführer ausmachen würden. Chilavert überträgt es auf Messi, der lieber schweige, dafür aber das Reden im Training und in der Kabine übernehme.

"In Argentinien", so Chilavert, "zeigt man ihm die kalte Schulter, weil er noch keine Weltmeisterschaft gewonnen hat – und man vergleicht ihn mit Maradona." Der wurde 1986 mit der argentinischen Auswahl Weltmeister.

Hintergrund


"Aber Maradona hat nicht einmal ein Prozent von dem gewonnen, was Messi gewonnen hat", brodelt es in Chilavert. Man würde dann eher sagen, dass Messi ja mit Spielern wie Xavi, Andres Iniesta oder allen anderen zusammengespielt habe, wie Chilavert ausführt.

Zum Abschluss hat der 55-Jährige noch einen Seitenhieb gegen die argentinische Regierung parat: "Unsere Gesellschaft ist sehr unfair gegenüber Messi. Die Leute machen ihm das Leben schwer, aber nicht die Regierung, die dem Land schadet und es mit Steuern ausraubt. Wir sind Sportler. Messi ist ein Anführer und die Menschen müssen verstehen, dass der Fußball nicht das löst, was ihnen die Regierung stiehlt."