Gereizte Pressekonferenz :"Oh, mein Gott!": Jürgen Klopp von Reporterfragen extrem genervt

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Foto: bestino / Shutterstock.com

Zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase nimmt Ajax Amsterdam den Englischen Meister FC Liverpool in Empfang. Die Reds-Pressekonferenz vor dem Spiel sorgte bereits für reichlich Stimmung. Ein niederländischer Pressevertreter ließ Jürgen Klopp aus der Fasson treten.

Dieser fragte den deutschen Trainer, ob er glaube, dass Liverpool ohne die ausfallenden Thiago Alcantara und Virgil van Dijk überhaupt eine Chance gegen Ajax habe. Zunächst ließ Klopp ein lakonisches "Nein" folgen, dann platzte es aus dem gebürtigen Stuttgarter heraus.

"Oh, mein Gott!", schlug er die Hände über die Stirn zusammen: "Sind Sie ein Journalist?" Die Leute seien offenbar gar nicht daran interessiert an dem, was Liverpool tue – "für sie ist das alles nur Spaß", fauchte Klopp.

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Es war aber nicht die einzige Frage, die Klopp innerlich auf 180 brachte – und irgendwie drehte es sich meist um van Dijk. In Melwood habe man verschiedene Probleme, keifte er nach der Frage, ob sich die Reds um einen Ersatz bemühen würden: "Eines ist, dass Sie immer den einfachsten Job haben - Sie urteilen über uns, über alle."

Mit einem Trio aus Innenverteidigern (Virgil van Dijk, Joe Gomez und Joel Matip) und Fabinho als Notlösung sei er in die Saison gegangen. Normalerweise eine ziemlich gute Zahl, befand Klopp, der auf die Frage nach einem möglichen Zukauf eines neuen Abwehrmannes erneut beißend reagiert.

Hintergrund


"Wenn uns jetzt jemand sagen will, wir haben im Sommer-Transferfenster einen Fehler gemacht... Jamie Carragher hat schon so was erwähnt", sagte Klopp, der an jene Berufsgruppe adressiert: "Es gibt einen Grund, warum sie nicht meinen Job haben, sondern ihren."

"Ist irgendjemand an dem Spiel hier morgen interessiert?", fragte Klopp entnervt, der nebenbei erwähnte, dass auch Matip verletzt nicht zur Verfügung stehen wird und dies die Liverpooler Probleme in der Defensive noch mal verschärft. Stammtorwart Alisson bleibt dem Aufgebot ebenfalls weiterhin fern.