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Oliver Kahn :"Der FC Bayern ist das Maß aller Dinge"

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Foto: Vlad1988 / Shutterstock.com
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"Bayern wird souverän den Titel holen und ist das Maß aller Dinge", gibt Oliver Kahn im "kicker" unverhohlen zu, aber warnte auch zugleich: "Andererseits schleichen sich nach so vielen Erfolgen immer Nachlässigkeiten ein."

Wie einst unter Ottmar Hitzfeld muss Bayern-Coach Pep Guardiola daher die Rotation "klug einsetzen". Das sei "entscheidend", betont der langjährige Bayern-Keeper: "Ansonsten kann die verschärfte Konkurrenz bei manchem schnell zu Frustration führen. Dies erfordert besondere Kommunikationsfähigkeiten des Trainers."

Die Bayern haben mehrere Millionen Euro in ihren Kader gepumpt. Der Martkwert liegt laut Transfermarkt.de bei fast 500 Millionen Euro. "Abramovich hat sich den Titel erkauft", spielt Kahn auf den Champions League-Sieg des FC Chelsea an: "Aber machen es Manchester, Real, Barcelona oder Bayern anders?" Der russische Geldgeber hat über eine Milliarde Euro in den Londoner Klub investiert.

Hier liegt aber auch ein Problem, dass der ehemalige Weltklasse-Schlussmann erkennt. Denn der Erfolg der Investorenklubs lässt vielleicht den einen oder anderen Verantwortlichen bei der UEFA einknicken. "Ich habe Zweifel, dass ein europaweites Financial Fair Play rechtlich umsetzbar ist", betont Kahn.

Spricht man vom lieben Geld, ist auch schnell von "Echter Liebe" die Rede. Der Dortmunder Slogan wurde für viele von Mario Götze mit Füßen getreten. "Diese Vereinstreue ist eine idealistische Vorstellung, die immer seltener wird", meint der 44-Jährige: "Ich hatte mir beim Wechsel aus Karlsruhe sogar überlegt, ob ich nicht lieber mit dem KSC eine Ära prägen sollte."

Stattdessen ging er zu Bayern und prägte dort eine erfolgreiche Zeit mit Champions League-Sieg und unzähligen Meisterschaften. Und er schlug auch klasse Angebote von der Insel aus. "ManUnited-Trainer Sir Alex Ferguson habe ich aber etwas verprellt, weil ich fast zugesagt hatte", erinnert sich der dreimalige Welttorhüter.

Ein großer Erfolg blieb für ihn aber aus. Weltmeister wurde Oliver Kahn nie, auch wenn er 2002 nur 90 Minuten davon entfernt war. Der aktuellen Nationalelf traut er in Brasilien etwas zu.

"Die Bayern- und BVB-Spieler wissen, dass sie die großen Titel gewinnen können. Dieser Glaube ist fundamental", erklärt der Europameister von 1996: "Aber du musst, wie Berti Vogts stets sagte, diese Wolke erreichen, die dich durch ein Turnier trägt."

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