Paris Saint-Germain :20 Millionen! PSG zahlte Prämien an seine Spieler nicht

nasser al khelaifi
Foto: Mitch Gunn / Shutterstock.com
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Meister, Pokalsieger, Ligapokalsieger, Superpokalsieger und Champions-League-Finalist – derlei sportliche Erfolge verbuchte Paris Saint-Germain in einer Saison noch nie. Das Endspiel um die Königsklasse ging knapp mit 0:1 gegen den FC Bayern verloren.

Dass die Pariser Akteure das Finale erreicht haben, sollte ihnen eigentlich via Boni honoriert werden. Insgesamt 20 Millionen Euro wurden den PSG-Stars versprochen, wovon sie laut Angaben der L'EQUIPE bis heute keinen Cent erhalten haben.

Die zusätzlichen Zahlungen sollen vor Saisonbeginn zwischen den damaligen Spielervertretern Thiago Silva und Marquinhos und Sportdirektor Leonardo vereinbart worden sein. Bei PSG erhalten die Spieler nicht wie üblich pro absolviertem Spiel einen Extrazuschlag, sondern für den gesamten Wettbewerb.

Eine anonymisierte Quelle wird wie folgt zitiert: "Normalerweise werden sie am Ende der Saison bezahlt, manchmal in zwei Raten. In diesem Fall hätten sie im September/Oktober nach dem Final Eight bezahlt werden müssen." Der PSG-Vorteil: Da individuelle Abmachungen dieser Art nicht in den Spielerverträgen geregelt sind, kann der Klub die Zahlung weiter hinauszögern.

Hintergrund


Grund für die ausbleibenden Zahlungen ist die Coronakrise, die auch an PSG nicht spurlos vorbeigeht. Der aus Katar finanzierte Nobelklub prüfe nun die Beträge, da die letzte Saison vorzeitig abgebrochen wurde. Das wirtschaftliche Defizit beträgt rund 204 Millionen Euro.

Womöglich ist ein weiterer Grund für die ausgebliebenen Bonuszahlungen, dass sich die PSG-Stars im ersten Lockdown weigerten, einen Gehaltsverzicht in Höhe von 30 Prozent zu akzeptieren. Das Management soll damals äußerst bestürzt auf diese Entscheidung reagiert haben.