Keylor Navas: Abschied geplatzt – PSG-Bosse machen sich Sorgen

02.09.2022 um 19:58 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Experte
Seit Ronaldinhos Glanzzeit ein Anhänger des FC Barcelona. Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
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Foto: / Getty Images

Keylor Navas, seines Zeichens dreifacher Champions-League-Sieger mit Real Madrid, ist bei Paris Saint-Germain nur noch die Nummer zwei hinter Gianluigi Donnarumma. Ein Abschied in der Sommer-Transferperiode schien daher die beste Lösung.

Trainer Luciano Spalletti wollte den Costaricaner zum SSC Neapel holen, Navas war wechselwillig. Doch zum Transfer kam es nicht, dem Vernehmen nach weil sich PSG und Napoli nicht auf eine Aufteilung von Navas' hohem Gehalt einigen konnten.

Keylor Navas selbst verkündete am Deadline Day: Ich bleibe bei PSG." Nach einem Sommer voller Ungewissheit ist der Tag gekommen, den Vereinen zu danken, die sich für mich interessiert haben und meine Arbeit und meine Karriere wertschätzen", teilte der Keeper auf Instagram mit.

Paris Saint-Germain

Navas weiter: "Es erfüllt mich mit Stolz, sich so geliebt zu fühlen, dass sie auf einen setzen. Es ist auch an der Zeit zu verkünden, dass ich in Paris weiter hart arbeiten werde, ohne den Glauben zu verlieren, dem Team so gut wie möglich zu helfen, ohne aufzugeben und wie immer jeden Tag mein Bestes zu geben."

Mindestens bis zum Januar bleibt Keylor Navas nun im Prinzenpark. Und damit ein Konfliktherd. Eine Rotation der beiden Weltklasse-Torhüter dürfte es unter Trainer Christophe Galtier zumindest in der Ligue 1 nicht geben.  Laut der französischen Sporttageszeitung L'Equipe machen sich die Verantwortlichen Sorgen wegen möglicher Probleme im Binnenklima.

Eigentlich war die Planung, dass Gianluigi Donnarumma als klare Nummer eins in alle Wettbewerbe geht und Sergio Rico der Vertreter wird. Der 28 Jahre alte Spanier, 2020 für sechs Millionen Euro vom FC Sevilla gekommen, steht noch bis 2024 im Parc des Princes unter Vertrag und ist nun nur die Nummer drei.

Navas hat derzeit den Status als Nummer zwei inne, will unbedingt spielen. Ob der Ex-Real-Keeper womöglich im Coupe de France oder der Champions League Spielzeit erhält, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Christophe Galtier muss mit den Egos der beiden Alphatiere fertig werden.

Verwendete Quellen: L'Equipe
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