Ligue 1

Neymar zieht Option bis 2027 – mehr als ein geschicktes Manöver?

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Sowohl die L'Equipe als auch der Parisien vermeldeten am Samstag, dass Neymar tags zuvor seinen bis 2026 gültigen Kontrakt bis 2027 ausweitete. Möglich macht es eine Option, die von der Spielerseite aus eigenhändig gezogen werden kann. Den Zeitpunkt für seine Entscheidung wählte der Brasilianer offenbar nicht zufällig.

Als Neymar 2017 zu PSG wechselte, war er sicherlich auf dem Gipfel seiner Schaffenskraft angelangt, weshalb der Hauptstadtklub die bis heute unerreichte Summe in Höhe von 222 Mio. Euro an den FC Barcelona überwies. Bei seiner Ankunft war der Neuzugang DER Star im Team. Neben den anderen mittlerweile verpflichteten Hochkarätern wie Kylian Mbappe oder Lionel Messi ist Neymars Stern zuletzt deutlich gesunken.

Paris Saint-Germain

Vereinspräsident Nasser Al-Khelaifi deutete bereits einen Verkauf des extrovertierten Stürmers an, da er kein "Bling Bling" mehr im Team gebrauchen kann. Ein Wechsel ist aber nur schwer realisierbar, da Neymar bei einem geschätzten Jahresgehalt von 30 Mio. Euro für die meisten anderen Klubs unbezahlbar ist.

Mit dem Ziehen seiner Option hat sich Neymar also vor allem abgesichert. Er kann somit noch mindestens fünf weitere Jahre ordentlich Geld abgreifen. Im schlimmsten Fall sitzt er seinen Vertrag – wie Gareth Bale bei Real Madrid – in der Schlussphase einfach aus.