Paris Saint-Germain :Robert Pires rät: "PSG sollte sich am FC Bayern orientieren"

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Nicht zuletzt durch die Verpflichtung von Lionel Messi ist Paris Saint-Germain in dieser Saison beinahe dazu gezwungen, erstmalig die Champions League zu gewinnen. Am Dienstag (21 Uhr) steht dort das Favoritenduell gegen Manchester City an. Ein Spiel zwischen "zwei der heißesten Anwärter auf die Krönung", meint Robert Pires im Interview mit dem kicker.

Nach der Transferoffensive führt PSG wie erwartet das Klassement in Frankreich an. Der Zweitplatzierte RC Lens hat nach acht Spielen bereits neun Punkte Rückstand. Bevor die Pariser aber ernsthaft nach der großen Klubkrone greifen, muss Trainer Mauricio Pochettino laut Pires vor allem in einem Bereich einiges nachholen: dem Wir-Gefühl.

Hintergrund

PSG laut Robert Pires bis heute keine Einheit

PSG müsse eine Einheit auf dem Platz sein, hält Pires fest, und konstatiert: "Das ist bis heute nicht der Fall und mit Sicherheit die aktuell größte Baustelle für Mauricio Pochettino." Nur weil man plötzlich unglaubliche Spieler in seinem Kader habe, bedeute das nicht automatisch, dass man alles gewinne.

Pires vergleicht die Situation in Paris mit der von Real Madrid, als Spieler wie Luis Figo, Ronaldo, David Beckham, Zinedine Zidane und Raul für die Blancos spielten und zwischen 2003 und 2007 trotz allem kein Titel gewonnen werden konnte. "Paris muss ab sofort als Mannschaft funktionieren, sonst wird es nix mit der Champions League." Im Zuge dessen kommt Pires sofort ein Team in den Sinn, an dem sich PSG ein Beispiel nehmen sollte.

"Ich bewundere den FC Bayern"

"Der FC Bayern. Ich bewundere diesen Verein, der eine klare Philosophie hat und immer wieder beweist, dass die Institution FC Bayern über jedem Spieler steht", erläutert Pires. "Egal ob Manuel Neuer, Robert Lewandowski oder Joshua Kimmich, sie sind alle nicht wichtiger als der FC Bayern."

In München sei immer die Rede vom Klub, was Pires "wunderbar" und "beeindruckend" finde. "In Paris ist es umgekehrt: Es wird nie über den Verein gesprochen, sondern stets über einzelne Spieler wie Kylian Mbappe, Lionel Messi oder Neymar." Das störe den 79-fachen Nationalspieler Frankreichs, der Welt- und Europameister wurde. "In dieser Hinsicht sollten sich die Pariser am FC Bayern orientieren, wenn sie international ihre Ziele erreichen möchten."

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