Pedro-Poker und Co. - Großer Wirbel bei der Roma

17.06.2020 um 10:28 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Redakteur
Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
pedro
Foto: MDI / Shutterstock.com

Pedro Rodriguez (32) soll den AS Rom verstärken. Das wünschen sich zumindest Cheftrainer Paulo Fonseca und Sportdirektor Gianluca Petrachi.

Der Spanier ist ablösefrei, sein Vertrag bei Chelsea läuft aus. Daher wäre eine Verpflichtung des Welt- und Europameisters relativ kostengünstig, allerdings würde der Ex-Barça-Stürmer zu den Großverdienern aufsteigen.

Wie die GAZZETTA DELLO SPORT berichtet, gibt es bei der Roma Unstimmigkeiten wegen des Pedro-Deals. Präsident und Eigentümer James Pallotta soll seinen Angestellten demnach klargemacht haben, dass derzeit keine Deals festgezurrt werden dürfen.

Das bringt den FC Valencia dem Vernehmen nach zurück ins Rennen um Pedro. Die Fledermäuse zeigen ebenso wie Sevilla und Betis Interesse.

Roma baggert an Atleti-Sportdirektor Andrea Berta

Ein Bericht von MUNDO DEPORTIVO lässt indes darauf schließen, dass bei der Roma mehr Unstimmigkeiten herrschen als nur wegen Pedro.

Der Sporttageszeitung zufolge will Präsident Pallotta Sportdirektor Petrachi durch dessen Amtskollegen Andrea Berta von Atletico Madrid ersetzen. Andrea Berta wechselte 2012 zu den Colchoneros, seit 2017 ist er Sportdirektor.

"Angebot unakzeptabel": Roma-Verkauf rückt in weite Ferne

Ein Verkauf des AS Rom rückt indes in weite Ferne. Die bisherigen Gespräche mit dem interessierten US-Amerikaner Dan Friedkin konnten Pallotta offenbar nicht überzeugen.

Das Angebot seines Landsmanns sei "unakzeptabel", betont der Mehrheitseigner laut FOOTBALL ITALIA auf der offiziellen Webseite der Giallorossi.

Der umstrittene Unternehmer verteidigt sich zudem. Er müsse natürlich die Wünsche der Fans beherzigen, aber er sei als Boss auch für die Anteilseigner des Klubs verantwortlich.

Er habe bisher nicht einen einzigen Penny aus dem Verein gezogen und stattdessen 400 Millionen Euro in die Roma investiert, so Pallotta.