Deutliche Kritik auch von Kehl :Pleite bei Lazio: Marco Reus spricht die bittere Wahrheit aus

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Man habe heute eigentlich "alles vermissen lassen", resümierte Marco Reus nach dem Spiel bei SKY und nannte mit dem Fehlen von Spielern im vordersten Drittel, dem mangelhaften Passspiel sowie dem wenig bis gar nicht vorhandenen Gegenspressing Details seiner Mängelliste: "Wir haben als Team heute nicht gut zusammengespielt, nicht gut verteidigt und verdient verloren."

Borussia Dortmund ist also mit einer Niederlage in die neue Ausgabe der Champions League gestartet – und schaufelte sich vor den kommenden anstrengenden Wochen seinen eigenen Problemgraben. In der Bundesliga geht es gegen Schalke 04 und im Anschluss gegen den FC Bayern, international gegen Zenit St. Petersburg und dem FC Brügge.

"Wenn wir uns so anstellen, wird's nichts werden", motzte Bald-Sportdirektor Sebastian Kehl. "Das war eine desolate Leistung. So können wir in der Champions League nicht auftreten."

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Den Start hatten sie sich beim BVB freilich anders vorgestellt, schließlich hatte Sportdirektor Michael Zorc Anfang Oktober noch als Ziel verlauten lassen, die Gruppenphase zu überstehen.

Hintergrund


Kehl kritisierte die Undiszipliniertheiten seines BVB, außerdem habe es einige Ausfälle seiner Mannen gegeben. Damit dürfte der Leiter der Lizenzspielerabteilung den Aussetzer von Thomas Meunier meinen, der das 0:1 aus Sicht des BVB mit einem Fehlpass vor dem eigenen Sechzehner einleitete.

Nach Kehls Ansicht hatte die Dortmunder Mannschaft außerdem keine Zweikämpfe geführt, viel zu abwartend gespielt und "komplettes Engagement vermissen" lassen. Beim am Wochenende anstehenden Revierderby müssen die Schwarz-Gelben jedenfalls wieder andere Tugenden an den Tag legen.