Foto: Photo Works / Shutterstock.com

Manchester City :Rassismus-Eklat: Raheem Sterling gibt Medien Mitschuld

  • Fabian Biastoch Montag, 10.12.2018

Die englische Polizei hat nach vermeintlichen rassistischen Vorfällen während des Spiels Chelsea gegen Manchester City Ermittlungen aufgenommen. Im Mittelpunkt: Raheem Sterling.

Werbung

Der 24-Jährige in Diensten der Citizens musste sich bei der 0:2-Niederlage an der Stamford Bridge Einiges von den Zuschauerrängen anhören.

Er meldete sich via INSTAGRAM zu Wort: "Ihr konntet an meiner Reaktion sehen, dass ich lachen musste - weil ich nichts Besseres erwarte", schrieb er mit Bezug auf ein Video, das die Vorfälle zeigt.

Der englische Nationalspieler musste sich in der Vergangenheit immer wieder mir der aggressiven englischen Boulevardpresse auseinandersetzen und gab dieser auch eine Mitschuld an den Vorfällen.

Mit ihrer tendenziösen Berichterstattung würden einige Medien "Rassismus und aggressives Verhalten befeuern".

Raheem Sterling hatte auch zwei Beispiele parat. Tosin Adarabioyo, der zur Zeit an Birmingham ausgeliehen ist und seiner Mutter ein Haus kaufte, schrieb die DAILY MAIL:

"Junger Manchester-City-Spieler, 20, der 25.000 Pfund die Woche verdient, spendiert 2,25 Millionen Pfund für eine Villa, obwohl er noch nie ein Premier-League-Spiel von Beginn an bestritten hat".

Bei dem zwei Jahre jüngeren, aber weißen Phil Foden, der auch noch nie in der Premier League in der Startelf Manchester Citys stand, schrieb das Blatt bei einer vergleichbaren Aktion: "Manchester-City-Sternchen Phil Foden kauft neues 2-Millionen-Pfund-Heim für seine Mutter".

Sterlings Forderung lautet daher: "Denkt noch einmal über faire Berichterstattung nach und gebt allen Spielern dieselbe Chance."

Werbung

Nach den Vorfällen vom Sonnabend schaltete sich die Polizei in London ein. Man werde die Videos auswerten, "um festzustellen, ob Verstöße begangen wurden".

Und auch der FC Chelsea versicherte die "härtest möglichen" Konsequenzen zu ziehen, wenn diese nötig seien. Auch der englische Verband nehme den Vorfall "sehr ernst". Die FA verurteile jede Art von Diskriminierung scharf.

Deutlich meldeten sich auch ehemalige Profis zu Wort. "Die schlechten alten Tage sind zurück. Chelsea, ihr wurdet beschämt von diesem widerlichen rassistischen Fan! Es besteht absolut kein Zweifel daran, was er sagt", twitterte beispielsweise Ex-Nationalspieler und Arsenal-Legende Ian Wright.

"Verabscheuungswürdig", kommentierte TV-Moderator und Engand-Legende Gary Lineker.

"Lassen wir weiterhin zu, dass diese Art von rassistischem Verhalten weitergeht?", fragte Ex-Nationalspieler Rio Ferdinand.

Schon am Wochenende zuvor war es in London zu einem unrühmlichen Vorfall gekommen.

Arsenal-Star Pierre-Emerick Aubameyang wurde nach seinen zwei Toren im Nord-London-Derby gegen Tottenham mit einer Bananenschale beworfen.

Werbung

Manchester City

Weitere Themen