Brescia Calcio :Rassismus in Italien: Mario Balotelli meldet sich zu Wort

Foto: Fabio Diena / Shutterstock.com
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Der italienische Nationalspieler Mario Balotelli (29) hat sich nach dem erneuten Rassismusvorfall erneut zu Wort gemeldet.

"Ich sage nicht", erklärte der Stürmer von Brescia Calcio bei ITALIA 1, "dass ich anders sei als die anderen Spieler, die solche Beleidigungen erfahren haben, aber das Problem ist, dass ich Italiener bin."

Und Mario Balotelli weiter: "Meine Tochter hat das im Fernsehen gesehen und das macht es für mich noch schlimmer. Ich ertrage viel, aber sobald es um Rassismus geht, ist eine Grenze überschritten. Rassismus ist nicht akzeptabel und wird es auch nie sein. Jene, die so etwas tun, sind Idioten."

Fans von Hellas Verona hatten am Sonntag beim Heimspiel gegen Brescia mehrfach Mario Balotelli mit Affenlauten und rassistischen Rufen beleidigt.

Daraufhin nahm der 29-Jährige in der zweiten Halbzeit den Ball in die Hand, schoss in auf die Tribüne, wo die Beleidigungen herkamen und wollte das Spiel beenden.

Teamkollegen und Gegner überredeten ihn zum Weiterspielen. Verona gewann das Spiel 2:1, Balotelli erzielte den Anschlusstreffer.

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Am Dienstag wurde Verona zu einem Geisterspieler verurteilt und Ultra-Anführer Luca Castellini für elf Jahre gesperrt.

Der bekennende und bekannte Faschist hatte nach den Vorfällen noch betonte, dass Balotelli "nie komplett Italiener sein wird".

Castellini ist "Koordinator für Norditalien" der faschistischen Forza Nuova. Bei den Aufstiegsfeiern im vergangenen Sommer sangen er und seine Kameraden von Hakenkreuzen und bedankten sich für die Festlichkeiten bei Adolf Hitler.

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