Real Madrid :Beschwerdebrief von Zinedine Zidane: Das sagt Real-Boss Perez

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Foto: Alterphotos / imago images
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"Soll ich die Wahrheit sagen? Ich habe ihn nicht gelesen. Ich schwöre auf meine Enkelkinder, dass ich ihn nicht gelesen habe", beteuerte der mächtige Real-Präsident laut Real Total.

Der Bauunternehmer hegt sogar Zweifel daran, dass Zidane Autor des Schreibens ist. "Mir wurde gesagt, dass Zidane diesen Brief sicher nicht geschrieben hat, sondern jemand anders. Ich habe einen ganzen Abend mit ihm geredet und er sagte mir nie etwas von dem, was in dem Brief stand", so der 74-Jährige.

Hintergrund

Zinedine Zidane hatte in seinem Brief erklärt, dass ihm von den Bossen "die Unterstützung, um mittelfristig oder langfristig etwas aufzubauen" fehle. Der Franzose hätte sich gewünscht, dass das Verhältnis zum Präsidenten und dem Verein in den vergangenen Monaten "ein bisschen anders gewesen wäre als bei anderen Trainern".

Perez würde den Franzosen trotz der öffentlichen Beschwerde auch ein drittes Mal einstellen. "Wenn es nach mir ginge, würde er wieder Trainer von Real Madrid werden. Ich kenne ihn seit 2001, mag ihn sehr und wünsche ihm das Beste."

Über Zidanes Zukunftsvorstellungen erklärte der Boss der Blancos: "Er hat die Hoffnung, Nationaltrainer von Frankreich zu sein und sicherlich wird er das."

Dass Zidane nach 2018 zum zweiten Mal seinen Rücktritt erklärte, überrascht Perez indes nicht. Schließlich kenne er Zidane gut: "Es war eine der Möglichkeiten, denn es war ein hartes Jahr. Es erschöpft einen auch, Trainer zu sein."

Perez weiter: "Mit Jose Ángel (Jose Angel Sánchez, Generaldirektor, Anm. d. Red.) saßen wir zusammen. Ich habe darum gekämpft, dass er bleibt. " Der Franzose ließ sich aber nicht umstimmen: "Zidane ist ein einfacher Typ: Wenn er sagt, dass er gehen will, ist er schon gegangen."

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