"Jose Mourinho war das Beste, was mir passieren konnte"

12.06.2021 um 09:50 Uhr
von Thomas Müller
Redakteur
Berichtete bis 2021 für Fussballeuropa.com über den internationalen Fußball und die Bundesliga.
sami khedira
Foto: Photo Works / Shutterstock.com
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Nach einer starken Weltmeisterschaft 2010 mit einer jungen deutschen Nationalmannschaft zog Sami Khedira das Interesse von Europas Topvereinen auf sich. Vom VfB Stuttgart ging es für ihn zu Real Madrid.

Dass der damalige Cheftrainer Jose Mourinho ihn an der Concha Espina haben wollte, konnte der junge Khedira zunächst gar nicht glauben. "Ich bekam einen Anruf: 'Sami, Real will dich, Mourinho wird dich anrufen'", berichtet der Weltmeister von 2014 im Interview mit der Sporttageszeitung Marca.

"Ich dachte, dass ein Scherz wäre. Ich war super nervös und machte mir Gedanken, dass mein Englisch nicht gut genug sei. Denn zum damaligen Zeitpunkt sprach ich es noch nicht richtig", blickt Khedira zurück.

Als Mourinho dann beim Schwaben durchklingelte, hatte Khedira eine kuriose Bitte. "Ich fragte Mourinho, ob wir uns über Textnachrichten austauschen könnten. Da hat er gelacht und gesagt, das wäre okay."

Die Botschaft des Portugiesen verstand Khedira wohl allerdings auch mit nicht allzu ausgeprägten Englischkenntnissen. "Er sagte mir, dass er mich bei Real wollen würde. Diese Konversation veränderte meine Karriere. Mourinho war das Beste, was passieren konnte."

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Fünf Jahre verbrachte Khedira bei Real Madrid, sein größter Erfolg: der Sieg in der Champions League 2014. Für Real ein ganz besonderer Titel. Es war der zehnte Titel (La Decima) in der Königsklasse, auf den man über zehn Jahre gewartet hatte.

2015 verließ Khedira den Rekordmeister ablösefrei und heuerte beim Rekordchampion Italiens, Juventus Turin, an. Nach unter anderem fünf Meisterschaften verließ der Mittelfeldspieler Norditalien im Januar 2021 und unterschrieb für ein halbes Jahr bei Hertha BSC.  Seinen am Monatsende auslaufenden Vertrag wird der 34-Jährige nicht verlängern.

Khedira hängt seine Schuhe nach knapp 15 Jahren Profilaufbahn an den Nagel. Bei der anstehenden Europameisterschaft wird der gebürtige Stuttgarter als Experte für den US-amerikanischen Fernsehsender ESPN am Start sein.

Verwendete Quellen: marca.com
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