Real Madrid :"Lächerlich!" Thibaut Courtois beklagt fehlende Wertschätzung in Belgien

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Foto: Marco Iacobucci Epp / Shutterstock.com

Im Rahmen seiner Leistungen für Real Madrid erhält Thibaut Courtois regelmäßig Streicheleinheiten, sei es von der spanischen Presse, den Teamkollegen oder Verantwortlichen. Eine solche Wertschätzung vermisst er aus seinem Heimatland.

"Ich habe drei fantastische Jahre bei Atletico verbracht, ich wurde von ganz Belgien gelobt. Ich wurde Sportler des Jahres und dachte, ich sei gut", erinnert sich Courtois bei HET LAATSTE NIEUWS. "Heute habe ich das Gefühl, dass alles, was ich tue, irgendwie als normal empfunden wird."

Der Real-Ballfänger nennt mit seinem starken Auftritt beim 1:0 gegen Real Valladolid ein konkretes Beispiel. Seine Leistung dort schien für niemanden eine Rolle gespielt zu haben. "Es ist es fast nicht wert, auf hohem Niveau für den größten Klub der Welt zu spielen", beschwert sich Courtois, der in dieser LaLiga-Saison in 26 Spielen bereits elfmal die Null hielt.

Hintergrund


Der 28-Jährige besteht darauf, dass er mehr Anerkennung von der belgischen Öffentlichkeit und den Medien für seine Form und seinen Erfolg mit den Blancos verdient. Immerhin wurde er mit Real bereits Spanischer Meister, Supercopa-Sieger und FIFA-Klub-Champion.

In Rage bringt ihn vor allen Dingen die letztmalige Ernennung zu Belgiens Sportler des Jahres. Courtois könne nachvollziehen, dass Romelu Lukaku ("Er hat die Auszeichnung verdient") die Auszeichnung zum besten Spieler im Ausland erhielt. Für den Preis allerdings nicht einmal nominiert worden zu sein, "kommt mir angesichts der anderen Nominierungen lächerlich vor", beschwert sich Courtois. "Ich werde in Spanien mehr geschätzt."