Manchester City :Königsklassen-Reform: Pep Guardiola platzt der Kragen

Foto: Oleksandr Osipov / Shutterstock.com
Anzeige

Pep Guardiola (48) hat auf die mögliche weitere Aufblähung des Spielkalenders durch eine Champions-League-Reform mit Sarkasmus reagiert.

"Ich denke", merkte der Coach von Manchester City vor dem Spiel bei Sheffield United süffisant an, "dass wir einfach ein Jahr mit 400 oder 500 Tagen einführen müssten."

Und weiter: "Das ist die Lösung. Danach können wir dann einen neuen Wettbewerb einführen. Vielleicht können UEFA und Fifa mal darüber reden."

Man habe im Jahr einfach zu wenige Tage zur Verfügung, ergänzte Pep Guardiola. "Das ist das Problem."

Die UEFA und die europäische Klubvereinigung ECA diskutieren im Moment über eine Aufstockung der Champions League um vier weitere Spieltage.

Dann hätten die Finalisten 17 Partien in der Königsklasse. Würde es so kommen, müssten Wettbewerbe auf nationaler Ebene abgeschafft werden, schlägt Guardiola vor.

Anzeige

"Weniger Spiele, weniger Wettbewerbe, weniger Mannschaften, mehr Qualität, weniger Quantität. Den Leuten würde es gefallen", ist sich der Trainer sicher.

In England ist die Belastung besonders hoch. Neben Premier League und FA Cup gibt es noch einen parallel zu Liga ausgespielten League Cup.

Dieser ist schon jetzt für viele Mannschaften ein Experimentierfeld für Nachwuchskräfte.

Anzeige

Außerdem gibt keine Winterpause, wie es in Spanien oder Deutschland der Fall ist, sowie in den Pokalwettbewerben Entscheidungsspiele, falls es zu einem Remis kommt.

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hatte vor dem FA-Cup-Duell gegen Everton Anfang Januar schon gesagt, dass er jedes Ergebnis nehmen würde – Hauptsache kein Unentschieden.

Die hohe Belastung führt auch zu mehr Verletzungen. "Harry Kane und Marcus Rashford sind gute Beispiele", betonte Guardiola. Beide fallen wochen- oder sogar monatelang aus. Kane musste nach einer Sehnenverletzung operiert werden, Rashford nach einem Ermüdungsbruch im Rücken vielleicht auch.

Die Verletzungen hätten dann wieder Auswirkungen auf die Nationalteams, gibt Guardiola zu bedenken.

"Es ist ein Rückschlag für Gareth Southgate. Die beiden Spieler sind für die englische Mannschaft so wichtig. Hoffentlich können sie sich erholen", ergänzte der Katalane mit Blick auf die EM in diesem Sommer.

Anzeige