Ex-Bayern-Millionenflop :Renato Sanches steht auch nach seinem Abschied von Bayern in der Kritik

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Foto: Marco Iacobucci EPP / Shutterstock.com
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War Renato Sanches ein Fehleinkauf? Lille-Präsident Gerard Lopez und Trainer Christophe Galtier mussten sich unlängst für den 20-Millionen-Euro-Neuzugang vom deutschen Rekordmeister rechtfertigen.

"Wir versuchen, ihn aufzubauen. Bei Benfica ist er zu Hause. Bei Portugal ist er zu Hause. Aber er geht zu Bayern und ist dort verloren. Es ist ein großartiger Verein, aber vielleicht nicht der Klub für junge Spieler, die kein Deutsch sprechen", erklärte Lopez bei CANAL FOOTBALL CLUB.

In Lille habe er keinen Druck, betonte der Präsident des Erstligisten weiter.

"Wenn ich höre, dass Renato Sanches ein schlechtes Match gemacht hat, dann muss ich lachen, weil es dieselben Leute sind, die in einem Jahr sagen werden, dass Renato Sanches großartig ist", entgegnete Lopez weiter.

In der L'EQUIPE war bereits von einem Schiffbruch des 22-Jährigen zu lesen, der er nach seinem Wechsel aus München erleide.

Auch RMC schrieb, dass Sanches "noch auf der Suche nach sich selbst" sei. Der Mittelfeldspieler kam in zwei von vier möglichen Ligue-1-Partien zum Einsatz. Zuletzt wurde er gegen Rennes aber nur eingewechselt.

Beim FC Bayern hatte Sanches im Sommer noch auf seinen Durchbruch gehofft, dann aber doch kurz vor Ende der Wechselfrist das Weite gesucht.

Sein neuer Trainer unterstützt ihn ebenso wie der Präsident von Lille. "Renato arbeitet viel", lobte Christophe Galtier.

"Ich möchte nicht, dass der ganze Druck auf ihm lastet. Er muss sich anpassen, sein Tempo wiedererlangen. Nur, weil er Renato Sanches heißt, muss er nicht der Retter des Teams sein."