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Rückblick auf Bayern-Zeit:Wenig Empathie: Mario Götze rechnet mit Pep Guardiola ab

  • Fabian Biastoch Samstag, 09.06.2018

Dortmunds Offensivstar Mario Götze (26) hat offen und ehrlich über seine dreijährige Zeit unter Pep Guardiola (47) beim FC Bayern München gesprochen.

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Als Mario Götze zum FC Bayern ging, war mit Pep Guardiola ein Trainer in München, der ihn eigentlich nicht haben wollte.

Nun blickt der Weltmeister von 2014 auf die nicht leichte Zeit mit dem Katalanen zurück.

"Pep Guardiola war fachlich einer der besten Trainer, eine enorme Bereicherung", sagte der heutige Dortmunder bei DAZN, schränkte dann aber schnell ein:

"Ich hatte aber das Gefühl, dass er nur in dem Raster denkt und den Menschen und das Drumherum außen vorlässt. Die Empathie war nicht so ausgeprägt."

Doch genau das gehöre zwingend dazu, betonte Mario Götze weiter.

"Es war nicht leicht für mich, gerade weil ich von Kloppo gekommen bin, der wie ein fußballerischer Vater war. Pep war der komplette Unterschied", rechnete der Mittelfeldspieler mit seiner Zeit beim FC Bayern München ab.

Und weiter: " Für einen Weltklasse-Trainer gehört Empathie dazu, jeder Sportler ist auch Mensch und man sollte beides vereinen."

Und auch Matthias Sammer, seinerzeit Sportvorstand beim deutschen Rekordmeister, meldet sich zu Wort. Der Verein habe Götze "zu wenig Liebe und Anerkennung" geschenkt.

Pep Guardiola sei von Ehrgeiz zerfressen gewesen, was ihm die vielleicht notwendige Ruhe bei der einen oder anderen Entscheidung geraubt habe.

"Für mich war es logisch, Mario zu stabilisieren und ihn weiter zu integrieren. Dazu war der Klub nicht in der Lage", so Sammer, der inzwischen als TV-Experte und Berater von Borussia Dortmund arbeitet, weiter:

"Man muss Menschen lesen können und ihren Eigenschaften und Fähigkeiten entsprechend begegnen. Leider können das nicht viele erkennen."

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