Vertrag ausgesetzt :Santos und Robinho trennen sich - neue Beweise aufgetaucht

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Die Jubelschreie waren groß, als der FC Santos bekanntgab, Robinho ein drittes Mal zurückzuholen. Vertraglich war alles fixiert, der Jubilar gab öffentlich sogar bekannt, dass er für den Mindestlohn, also umgerechnet rund 230 Euro im Monat, spielen werde.

Der achtfache Meister Brasiliens hat inzwischen mitgeteilt, dass die vor nicht mal einer Woche vereinbarte Zusammenarbeit zunächst passe ist. Robinho solle sich auf den in Italien anstehenden Prozess fokussieren können, heißt es in einer Mitteilung. Ab dem 10. Dezember tagt das Berufungsgericht in Mailand in Sachen Robinho.

Zum Verständnis: Schon im Jahr 2017 wurde der heute 36-Jährige in Italien wegen der Beteiligung an einer Gruppenvergewaltigung erstinstanzlich zu neun Jahren Haft verurteilt. Als er noch für den AC Mailand aktiv war, sollen er und fünf Mittäter eine Frau zum Trinken animiert und sie im Anschluss vergewaltigt haben.

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Bereits 2009, noch in Diensten von Manchester City, gab es gegen Robinho eine Anzeige wegen sexueller Belästigung, der er jedoch durch eine Zahlung entkam.

Hintergrund


GLOBOESPORTE hatte am Freitag vergangene Woche Audiodateien mit Gesprächsmittschnitten veröffentlicht, welche die Justiz im damaligen Prozess verwendet haben soll. Robinho und seine Freunde sollen mit ihrer Männlichkeit geprahlt und sich über den Gruppensex mit der Sturzbetrunkenen lustig gemacht haben.

Das Unternehmen Orthopride hatte schon zuvor die Kooperation mit dem FC Santos beendet und verwies unter anderem darauf, das "Einfühlungsvermögen gegenüber der weiblichen Öffentlichkeit" stärken zu wollen.