Schalke siegt nach 16 Monaten und stößt Bochum noch tiefer in die Krise

10.09.2022 um 20:37 Uhr
von Sport-Informations-Dienst
Nachrichtenagentur
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Foto: AFP/SID/INA FASSBENDER
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Mit dem ersten Bundesligasieg nach 483 Tagen hat Aufsteiger Schalke 04 einen Befreiungsschlag gelandet und die Krise beim VfL Bochum weiter verschärft. Nach dem 1:3 (0:1) im Straßenbahnderby in Gelsenkirchen hat das Team des schwer angezählten Trainers Thomas Reis einen Bundesliga-Negativrekord aufgestellt: Noch nie ist ein Bundesligist so schlecht in eine Saison gestartet wie die Bochumer mit null Punkten und 4:18 Toren nach sechs Spielen.

Dominick Drexler (38.), der Bochumer Erhan Masovic mit einem Eigentor (73.) und Sebastian Polter (90.+6) trafen im ersten Duell der Nachbarn seit zwölfeinhalb Jahren für die Königsblauen, die sich mit sechs Punkten auf Platz zwölf verbesserten. Zuletzt hatten die Gelsenkirchener, die am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Dortmund gleich zum nächsten Derby antreten müssen, vor ihrem Abstieg am 15. Mai 2021 (4:3 gegen Frankfurt) in der Bundesliga gewonnen. 

Simon Zoller (51.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt. Für Schlusslicht Bochum und Trainer Reis, der nach dem Wirbel um seinen Sommerflirt mit Schalke unter Druck steht, wird die Lage immer ernster.

Schalke-Coach Frank Kramer musste gegenüber dem 1:1 vor einer Woche beim VfB Stuttgart auf einer Position umstellen: Für Cedric Brunner, der wegen muskulärer Probleme fehlte, rückte Henning Matriciani in die Startelf. Reis baute nach dem 0:2 gegen Werder Bremen zweimal um: Danilo Soares und der Ex-Schalker Philipp Hofmann ersetzten Jordi Osei-Tutu und Gerrit Holtmann. Aber schon nach vier Minuten musste der VfL-Trainer wechseln: Takuma Asano schied verletzt aus, Holtmann, der unter der Woche von Torhüter Manuel Riemann beim Training als "Missgeburt" beschimpft worden war, kam ins Spiel.

Der extrovertierte Bochumer Keeper war vor 62.041 Zuschauern früh gefordert, hatte aber auch Glück, als Simon Terodde ihn aus kurzer Entfernung anschoss (7.). Die Gäste hatten zunächst große Probleme, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Schalke erkämpfte sich häufig schon im Mittelfeld den Ball, doch das Umschaltspiel gelang meist nicht schnell und präzise genug. Terodde zögerte zu lange und blieb an VfL-Verteidiger Masovic hängen (15.).

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Kamen die Bochumer allerdings in die Nähe des Schalker Tores, wurde es gefährlich: Erst setzte Hofmann einen Kopfball knapp über die Latte (20.), dann verfehlte Simon Zoller im Nachschuss das Tor (22.). Die größte Chance hatte Zoller jedoch, als der Ball überraschend zu ihm durchrutschte, er ihn aber nicht traf (35.). 

Beim Schalker Führungstor half Riemann mit, der einen Schuss von Marius Bülter direkt vor die Füße von Drexler abwehrte. Beim Ausgleich herrschte zunächst Verwirrung: Das Team um Schiedsrichter Felix Zwayer, der sein 200. Bundesligaspiel leitete, entschied zunächst auf Abseits. Nach Videobeweis wurde der Treffer aber doch anerkannt. Dann fälschte Masovic einen Schuss von Tobias Mohr ins eigene Tor ab.

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