Weiter Ärger um Pässe :"Seltsame Inhaftierung" - Ronaldinho-Anwalt kritisiert Staatsanwalt

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Foto: Fabio Diena / Shutterstock.com

Ronaldinho hat in Paraguay weiter Ärger mit den Behörden. Der Ex-Superstar vom FC Barcelona und Milan musste deshalb sogar in Untersuchungshaft.

Eigentlich hatte die Staatsanwalt auf eine Anklage wegen Einreise mit einem gefälschten Pass verzichtet. Daraufhin durfte der 39-Jährige zusammen mit seinem Bruder gehen.

Staatsanwalt Federico Delfino betonte, beide seien "betrogen" worden und hätten "in gutem Glauben" gehandelt, als sie die gefälschten Pässe erhielten.

Außerdem lobte er, dass die beiden Brüder während einer siebenstündigen Anhörung nützliche Zeugenaussagen gemacht hätten.

Doch Stunden nach dieser Entscheidung wurden Ronaldinho und sein Bruder doch noch "wegen Verwendung eines staatliche Dokumentes mit gefälschtem Inhalt" verhaftet.

Das hatte die übergeordnete Generalstaatsanwaltschaft angeordnet. Sehr zum Ärger von Ronaldinhos Anwalt Adolfo Marín.

Er sagte vor Journalisten, dass er den Grund für die "von einem Staatsanwalt, der nicht an dem Fall beteiligt ist", angeordneten Festnahme nicht kenne.

"Die Inhaftierung ist seltsam", ergänzte der Jurist. "Wir wissen nichts."

Im November 2018 waren Ronaldinho und seinem Bruder Roberto de Assis Moreira die Reisepässe abgenommen worden, da sie eine Strafzahlung in Höhe von umgerechnet 2,2 Millionen Euro nicht beglichen hatten.

Diese Strafe war verhängt worden, weil sie bei der Bebauung eines Grundstücks in Porto Alegre im Süden des Landes Umweltschäden verursacht hatten.

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