Spanische Nationalmannschaft :Sergio Ramos wandelt auf den Spuren von David Villa


Sergio Ramos (32) hat mit seinem Treffer im jüngsten Auftritt für die spanische Seleccion Geschichte geschrieben - und seinen Gegenspieler beeindruckt.

  • Fabian BiastochMontag, 25.03.2019
Foto: Marco Iacobucci EPP / Shutterstock.com
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Sergio Ramos eilt der Ruf eines dreckigen Fußballers voraus. Begründet durch seine Spielweise wie im Champions-League-Finale 2018 und auch eigene Aussagen. Sein jüngster Gegner widerspricht.

"Ich kann mich nicht daran erinnern, gegen einen so freundlichen Innenverteidiger gespielt zu haben", zog Joshua King, der vor 2011 auch mal bei Borussia Mönchengladbach spielte, nach der 1:2-Niederlage seiner Norweger gegen Spanien Bilanz.

Sergio Ramos war es auch, der mit einem Strafstoß für die Entscheidung sorgte.

Keeper Rune Jarstein verursachte fahrlässig den Elfmeter und konnte den frechen Heber anschließend nicht halten.

Mit dem Tor schraubte der Verteidiger seine Quote auf fünf Treffer in fünf aufeinanderfolgenden Spielen hoch – das gelang zuvor für Spanien nur Rekordtorschütze David Villa, Atleti-Legende Fernando Hierro und Ex-Real-Stürmer Pirri.

Und mehr noch: Kein Innenverteidiger in Europas Nationalmannschaften kommt auf so viele Tore für sein Land wie der Kapitän von Real Madrid.

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18-Mal stand der Name Ramos schon unter "Tore" auf der Anzeigetafel. Weltweit führt mit vier Treffern mehr der Argentinier Daniel Passarella.

"Sergio Ramos ist ein einzigartiger Spieler in der Geschichte", adelte Trainer Luis Enrique den 32-Jährigen, der für Real in dieser Saison auch schon elf Tore in 40 Partien geschossen hat, also nicht grundlos.

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Kritik musste sich der Coach nur für seine von der spanischen Presse eingeleiteten "Revolution" der Furia Roja gefallen lassen. Auch nach dem Erfolg des neuen Teams gegen Norwegen.

"Man muss das Positive hervorheben, was wir gemacht haben", entgegnete der Ex-Trainer des FC Barcelona.

"Ich glaube, dass wir es verdient gehabt hätten, 5:1 oder 6:1 zu gewinnen. Aber beim Fußball zählen eben die Tore."

Und auch Ramos sprach von einer "neuen Etappe", die mit einem Sieg gegen einen schwierigen Gegner eingeläutet wurde.

"Wir wussten, dass es uns einige Anstrengung kosten würde", zog der Defensivspezialist sein ganz persönliches Fazit.

Im Kader des Weltmeisters von 2010 fehlten unter anderem Isco (Real Madrid) oder Saul Niguez (Atletico Madrid).

Dafür bekamen Juan Bernat (Ex-Bayern, jetzt Paris Saint-Germain), Sergi Gomez, Fabian Ruiz, Dani Parejo, Routinier Jesus Navas, Iker Muniain, Sergio Canales und Jaime Mata eine Chance.

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