Champions League :Schiri-Attacke nach Real-Remis: Atalanta-Coach Gasperini mächtig sauer

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Gian Piero Gasperini hatte mit Tobias Stieler schnell einen Sündenbock ausgemacht. Der Bundesliga-Schiedsrichter war am Mittwochabend eingeteilt und stellte Remo Freuler wegen einer Notbremse bereits nach 17 Minuten mit glatt Rot vom Platz. Hart, aber regeltechnisch vertretbar.

"Was bleibt, ist die Verbitterung darüber, dass wir nicht das Spiel spielen konnten, auf das wir gewartet hatten. Elf gegen elf wäre es ein ganz anderes Spiel gewesen", analysierte Gasperini nach Schlusspfiff der Partie, welche am Ende mit 0:1 verlorenging.

Stieler bekam ebenfalls sein Fett weg, wenn auch sein Name nicht über Gasperinis Lippen kam. "Wenn ich sagen würde, was ich denke, würde die UEFA mich für einen Monat sperren", regte sich der Italiener auf. Für ihn hat es den Anschein, dass "jede Form des Kontakts aus dem Fußball verbannt werden soll - was Selbstmord für den Sport wäre".

Hintergrund


Es solle keine Schiedsrichter geben, die nicht selbst gespielt haben "und nicht den Unterschied zwischen einem Tackling und einem Foul erkennen", so Gasperinis Forderung. Der Ärger war überaus groß, weil sich auch noch Topstürmer Duvan Zapata nach einer halben Stunde verletzte.

Beim Kolumbianer handelt es sich wohl nicht um eine Zerrung, klärte Gasperini auf. Wie lange die Knieblessur Zapata vom Spielen aussetzen lässt, werden die kommenden Untersuchungen ergeben.