Fritz: Suche nach Füllkrug-Ersatz "hat Nerven gekostet"

15.09.2023 um 06:30 Uhr
von Sport-Informations-Dienst
Nachrichtenagentur
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Füllkrug wechselte am Deadline Day nach Dortmund - Foto: FIRO/SID
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Der kurzfristige Abgang von Nationalstürmer Niclas Füllkrug und die folgende Suche nach einem Nachfolger haben beim Bundesligisten Werder Bremen für reichlich Hektik gesorgt. "Das war eine riesige Herausforderung und hat einiges an Nerven gekostet", sagte Clemens Fritz, Leiter Profifußball, bei transfermarkt.de: "Ich denke jedoch, dass uns eine sehr gute Lösung gelungen ist."

Zwei Tage nach dem Wechsel Füllkrugs zu Borussia Dortmund hatten die Bremer kurz vor dem Ende der Transferperiode den Kolumbianer Rafael Borre von Eintracht Frankfurt auf Leihbasis verpflichtet. Bei dem Personaltausch sei aber alles fair abgelaufen.

"Wir hatten mit Niclas und seiner Agentur einen wirklich guten Austausch. Alle Beteiligten wussten, wie die Situation ist. Das BVB-Angebot war für alle Seiten letztlich so interessant und lukrativ, dass wir uns sehr kurzfristig an einen Tisch gesetzt haben", sagte Fritz: "Bei Rafa war es so, dass er 24 Stunden zuvor für uns noch gar nicht erreichbar war, weil Frankfurt sagte, dass eine Ausleihe für sie nicht infrage kommt. Und wir hatten ehrlicherweise nicht die wirtschaftlichen Mittel, um ihn zu kaufen."

Obwohl Frankfurt kurz danach noch Topstürmer Randal Kolo Muani zu PSG ziehen ließ, hatten die Bremer mit einem weiteren Vorstoß Erfolg. "Die Tür ging diesmal auf – und wir freuen uns, dass es geklappt hat, ihn noch zu verpflichten", sagte Fritz.

Der Ex-Nationalspieler verteidigte den Abgang Füllkrugs auch mit finanziellen Zwängen. "Wir werden auch in den nächsten Jahren von Spielereinnahmen leben. Wir dürfen nicht vergessen: Wir hatten den Abstieg und eine Pandemie, es sind Verbindlichkeiten zurückgeblieben, die abgearbeitet werden müssen", sagte Fritz: "Unser Ziel ist natürlich, dass wir uns sportlich wieder festigen und erstklassigen Fußball spielen, aber auch wirtschaftlich wieder konsolidieren – das muss man so klar sagen."