Bei United brodelt es :Solskjaer zieht gewagten Klopp-Vergleich

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Die Qualifikation zur Champions League sollte für die einst so stolzen Red Devils mindestens in dieser Saison wieder her.

Nach der Pleite im "Theater der Träume" stehen sie zwar auf Platz fünf in der Premier League, sind aber dem unrühmlichen 14. Rang näher als dem vierten direkt vor ihnen.

Trainer Ole Gunnar Solskjaer, der im Dezember 2018 von Jose Mourinho, der in einer ähnlichen Situation war, übernommen hatte, steht nicht zur Disposition.

Die Klubführung stärkte dem Norweger den Rücken und auch er betonte: "Ich habe das vollste Vertrauen."

Dabei baut der Coach vor allem auf Zeit. "Wir hatten erst ein richtiges Transferfenster und versuchen, auch jetzt noch etwas zu tun", verteidigte er sich. Doch auch Solskjaer weiß, dass es bis Ende Januar nicht "nicht acht oder zehn neue Spieler" geben werde.

Zwar will Bruno Fernandes unbedingt von Sporting Lissabon zu Manchester United wechseln, doch beide Vereine können sich nicht auf die Ablösemodalitäten für den 25-Jährigen einigen.

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Einmal mehr ein Zeichen für die auch schon von Mourinho kritisierte Unfähigkeit in der Führungsetage der Red Devils. Allen voran steht Ed Woodward im Kreuzfeuer der Kritik.

Der Ex-Banker leitet die Geschäfte und sorgte für üppige Dividenden für die Eigentümerfamilie Glazer. Der sportliche Erfolg lässt aber auch sich warten.

Schon Jose Mourinho hatte sich für die Verpflichtung eines Sportdirektors ausgesprochen. Auch Solskjaer soll dafür sein, doch die Suche erscheint halbherzig.

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Normalerweise würden bei einem Verein wie Manchester United die Bewerbungen nur so hereinfliegen. Das merken auch die Fans, die immer kritischer werden.

Solskjaer, für den der bei Tottenham geschasste Mauricio Pocchettino als Nachfolger gehandelt wird, baut auf Zeit. Die brauche er, um Erfolg zu haben.

"Eine schnelle Lösung wird es nicht geben. Jürgen Klopp hat vier Jahre damit verbracht, sein Team aufzubauen, und jetzt läuft es gut", verglich er sich mit dem Erfolgstrainer des FC Liverpool.

Jedoch ist bei den Reds seit dem Amtsantritt des Ex-Dortmunders mitreißender Fußball zu sehen.

Und Klopp stand in seiner ersten Saison mit Liverpool in zwei Endspielen, führte sie dann in die Champions League zurück und im Vorjahr schließlich zum Sieg in der Königsklasse, zur Vize-Meisterschaft und zum Titel bei der Klub-WM.

Zumindest im FA Cup läuft es für Manchester United rund. Der Rekordmeister feierte in der vierten Runde am Sonntag einen 6:0-Erfolg bei den Tranmere Rovers.

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