Primera Division :Spaniens Profis beklagen sich über Kurzarbeit – droht Streik?

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Foto: Francesc Juan / Shutterstock.com

Die für die Primera Division zuständige Spielergewerkschaft AFE lancierte am Sonntag ein Statement, in dem es vonseiten der Profis der 1. und 2. spanischen Liga hieß, es sei "merkwürdig", dass LaLiga Kurzarbeit-Maßnahmen unterstütze.

Kritik kommt auf, weil sonst stets die gute finanzielle Situation der Klubs in den Vordergrund gestellt werde. Außerdem seien die Spieler verwundert darüber, dass LaLiga für derartige Fälle keine finanziellen Rücklagen geschaffen habe.

LaLiga und Co. haben den Betrieb aufgrund des grassierenden Coronavirus auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Wann wieder Spiele stattfinden können, ist derzeit rein spekulativ.

Überdies heißt es in der Meldung, dass die der Gewerkschaft zugehörigen Spieler die Arbeit nicht wieder aufnehmen werden, so lange es keine "ausdrückliche Entscheidung der Behörden" hinsichtlich des Kurzarbeit-Themas gebe. Eine leise Streikdrohung.

Liga-Chef Javier Tebas ließ mit seiner Reaktion auf Twitter nicht lange auf sich warten: "Die Spieler von Barcelona, Betis, Atleti, Saragossa, Osasuna und andere wissen, dass die wirtschaftliche Kontrolle der LaLiga mit den wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 nichts zu tun hat."

Hintergrund


Jenes rechtliche Verfahren, welches ein spanisches Unternehmen befolgen müsse, um unter anderem Kurzarbeit anzumelden, sei laut dem Liga-Vorsteher "ein legales Instrument, wenn sich deine Aktivität aufgrund höherer Gewalt reduziert".

Die Stars von Barcelona und Atletico Madrid hatten sich mit ihren Spielern auf einen Gehaltsverzicht von 70 Prozent geeinigt. Damit wollen die Spieler ihre Klubs unterstützen.

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