Stadionkatastrophe: Zahl der Toten steigt auf 131

04.10.2022 um 10:42 Uhr - Update: 12:14 Uhr
von Sport-Informations-Dienst
Nachrichtenagentur
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Foto: AFP/SID/JUNI KRISWANTO
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Sechs weitere Menschen sind ihren Verletzungen erlegen, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde von Malang (Provinz Ostjava) am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

In der Zwischenzeit gehen die Untersuchungen rund um die Tragödie weiter. Nach der Entlassung des örtlichen Polizeichefs wurden neun weitere Beamte suspendiert, gegen 19 andere wird ermittelt. Die suspendierten Polizisten gehören einer Spezialeinheit an, die für ihr hartes Vorgehen bekannt ist.

Nach ersten Erkenntnissen der Behörden seien 4000 Eintrittskarten mehr verkauft worden als erlaubt waren. Zudem gibt es Augenzeugenberichte, wonach Fluchtwege durch verschlossene Tore versperrt waren. Außerdem steht der massive Einsatz von Tränengas in der Kritik, der zu einer Massenpanik geführt hat.

Zu der Tragödie war es am Samstag nach dem Ligaspiel zwischen Arema FC und Persebaya FC (2:3) im mit 42.000 Zuschauern ausverkauften Kanjuruhan-Stadion gekommen. Als Folge von Ausschreitungen kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in und um die Arena. Unter den Toten befinden sich mindestens 32 Kinder.

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Der indonesische Fußballverband PSSI hat am Dienstag zwei Arema-Funktionäre lebenslang gesperrt. Zudem wurde der Klub mit einer Geldstrafe in Höhe von 250 Millionen indonesischen Rupiah (rund 16.500 Euro) belegt.

Der Spielbetrieb in der Liga ist für vorerst eine Woche unterbrochen. Es wird damit gerechnet, dass das Programm erst nach dem Abschluss der Untersuchungen einer Task Force frühestens in zwei Wochen wieder aufgenommen wird.

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