Liverpool-Legende :Steven Gerrard spricht über den bittersten Moment seiner Karriere


Der FC Liverpool hat seine einst komfortable Tabellenführung an Manchester City verloren. Vereinslegende Steven Gerrard gibt seinen Nachfolgern nun einen Rat.

  • Fabian BiastochSamstag, 09.03.2019
Foto: Rnoid / Shutterstock.com
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Die meisten Fans der Reds werden diese Szene nie aus ihrem Kopf bekommen.

Der Ball rollt im Mittelfeld des Anfield Stadium, muss nur gestoppt werden, damit Chelseas Demba Ba ihn nicht erreichen kann. Doch irgendwie verspringt die Kugel.

Statt den Ball sicher am Fuß zu halten, muss Steven Gerrard mit ansehen, wie Ba trifft. Ein Tor für die Geschichtsbücher, denn im Frühjahr 2014 ist eben nicht der FC Liverpool wie von vielen erwartet der strahlende Meister, sondern Manchester City.

Ausgerechnet Gerrard, der von Geburt an ein Scouser ist, seinen Cousin bei der Hillsborough-Katastrophe verloren, jeden großen Titel mit den Reds gewonnen hat, rutschte der Ball damals über den Fuß.

"Es ist eine Wunde, die niemals heilen wird", verriet der heutige Trainer der Glasgow Rangers bei einer Fußballlehrer-Tagung.

Heute schaue er entspannter auf diese Szene, Schmerz ruft sie aber noch immer hervor.

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"Natürlich ist es nicht nur das eine Spiel oder die eine Saison. Ich mache mich nicht verrückt. Damals war diese Trophäe alles, was ich wollte. Noch immer denke ich daran, wenn es anders geendet hätte", ergänzte Gerrard, der seine Fußballerkarriere 1989 in der Jugend der Reds begann.

"Hätte ich die Wahl zwischen einem Titel in der Champions League und der englischen Meisterschaft", fuhr er fort, "würde ich wohl die Königsklasse wählen. Das heißt aber nicht, dass ich der Meisterschaft nicht hinterher trauere."

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Umso genauer schaut er nun auf seine Nachfolger um Mohamed Salah, Roberto Firmino und Sadio Mané.

Nach einigen Rückschlägen führt nun Manchester City die Tabelle wieder mit einem Punkt an. Warnen wolle er das aktuelle Team nicht, "weil dabei auch immer eine gewisse Panik eine Rolle spielt".

Dennoch gibt Gerrard ihnen einen Rat: "Denkt nicht zu viel nach, habt einfach Spaß und vor allem glaubt an euch."

In Jürgen Klopp hätte die Mannschaft einen Trainer, der alles versucht, den Druck zu nehmen.

"Und am Ende der Saison hoffe ich einfach, dass sie ganz oben stehen. An meiner Wunde von damals ändert das aber nichts."

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