Rückblick auf WM 2006 :Stinksauer auf Zidane: Willy Sagnol enthüllt Zoff nach WM-Finale

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Foto: Antonio Scorza / Shutterstock.com

Willy Sagnol und Zinedine Zidane haben jahrelang in der französischen Nationalelf zusammengespielt. Dann aber kam es zum Zerwürfnis.

So geschehen im WM-Finale von 2006. Damals musste der heutige Trainer von Real Madrid nach einem Kopfstoß gegen Marco Materazzi mit Rot vom Platz, Frankreich verlor am Ende im Elfmeterschießen und Italien wurde Weltmeister.

Für Willy Sagnol lag die Schuld ganz klar bei Zidane. "Du gehst in den Umkleideraum, du hast verloren und da ist jemand (Zidane, d. Red.), der sich entschuldigt. Aber du hörst es nicht!"

"Du bist enttäuscht, völlig in deiner Welt. In diesem Moment wollte ich seine Entschuldigungen nicht akzeptieren oder mit ihm reden", sagte Sagnol bei RADIO MONTE CARLO.

Hintergrund


Nahezu die gesamte Spielzeit über habe Zidane ihn auf die Palme gebracht. Das begann schon in der siebten Minute.

"Vielleicht bin ich da altmodisch, aber einen Panenka-Elfer in einem WM-Finale zu versuchen, ist völlig verrückt", echauffierte sich Sagnol noch heute.

Wie sehr das Endspiel von Berlin Spuren hinterlassen habe, zeigt sich daran, dass beide "fast zwei Jahre lang nicht miteinander gesprochen haben".

Erst nach der EM 2008 rief Sagnol Zidane ein und lud ihn zu seiner Hochzeit ein. "Er konnte dann zwar nicht zur Party kommen, aber am nächsten Morgen war er da, was mich sehr gefreut hat."

"Wir hatten einen Aperitif zusammen, unterhielten uns. Und das Leben begann wieder", erklärte der ehemalige Spieler des FC Bayern München, der nach dem Aus von Carlo Ancelotti auch Interimstrainer beim deutschen Rekordmeister war.

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