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Strengere Regeln:Mino Raiola und Co.: Premier League geht gegen Berater-Honorare vor

  • Fabian Biastoch Samstag, 15.09.2018

Die Premier League will gegen die ausufernden Honorare von Spieler-Beratern vorgehen.

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Der Einfluss von Spielerberatern wie Mino Raiola, der unter anderem Stars wie Paul Pogba, Zlatan Ibrahimovic, Henrikh Mkhitaryan, Mario Balotelli oder Romelu Lukaku betreut, ist enorm.

Nun will die Premier League gegen die Strippenzieher im Hintergrund der Fußballwelt vorgehen und unter anderem die Honorare verbieten.

Laut TIMES sollen entsprechende Zahlungen der Vereine an die Berater verboten werden. Das sickerte aus einem Treffen der Verantwortlichen durch.

"Die FA spricht darüber mit der Fifa und der Premier League", sagte ein Verbandssprecher:  "Das wird die Richtung festlegen, in die unsere Reise geht."

Hintergrund sind die oft doppelten Honorare für die Berater: Einmal vom Spieler und einmal vom Verein.

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In der Mehrheit der Transfers kassierten sie doppelt (426 von 541 Transfers), in einigen Fällen sogar dreifach.

So bekam Mino Raiola beim Transfer von Paul Pogba Geld von seinem Mandanten, vom aufnehmenden Klub Manchester United und vom abgebenden Juventus Turin. Insgesamt waren dies dann rund 46 Millionen Euro.

Weiterhin berechnete die Zeitung, dass in der Premier League im vergangenen Jahr 237 Millionen Euro für Berater-Honorare ausgegeben haben, am meisten zahlte der FC Liverpool mit 30 Millionen Euro.

Hinzukommt, dass auch die Finanzbehörden misstrauisch sind. Denn zahlen die Vereine einen Teil der Honorare, fallen für die Spieler weniger Steuern an.

In England gelten seit dem Sommer bereits strengere Regeln für Berater.

Wollen sie auf der Insel aktiv werden, müssen sie unter anderem eine Prüfung ablegen, ein Bankkonto vor Ort haben, um Transfers abzuwickeln und regelmäßig von ihren Klienten Geld erhalten und nicht alles auf einmal.

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