Nach Königsklassen-Aus :Thomas Tuchel ringt um Erklärungen - und verteidigt Neymar


Paris St. Germain beherrschte das Geschehen, schied am Ende aber trotzdem aus der Champions League aus. Trainer Thomas Tuchel fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden.

  • Andre OechsnerDonnerstag, 07.03.2019
Foto: daykung / Shutterstock.com
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Die Entscheidung von Schiedsrichter Damir Skomina, nach ausgiebigem Studieren der Videobilder in der Nachspielzeit Manchester United den entscheidenden Handelfmeter zugesprochen zu haben, will Thomas Tuchel nicht mal kritisieren.

"Handspiel ist einfach super kompliziert und immer auslegbar", sagte der deutsche Trainer Paris St. Germains nach Spielende ins SKY-Mikro.

Es sei letztlich "müßig" darüber zu diskutieren, weil gleiche Situationen wieder geschehen werden und ein möglicher ausgebliebener Pfiff "dann okay" sei.

Tuchel weiter: "Wir sind auf der Rasierklinge geblieben, haben es verpasst, das Tor zu machen."

Tatsächlich war PSG über die nahezu gesamte Spieldauer das aktivere Team – für Tuchel sei das Aus schlicht "wahnsinnig bitter".

Zum dritten Mal in Folge verabschiedete sich der Scheichklub im Achtelfinale aus der Champions League.

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Während PSG die heimischen Wettbewerbe allesamt haushoch dominiert, scheint international die Cleverness zu fehlen.

"Ich kann niemandem einen Vorwurf machen", nahm Tuchel seine Mannschaft in Schutz. Das Ergebnis habe das Spiel völlig auf den Kopf gestellt.

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Er selbst suche nach einer Erklärung, wie man so ein Spiel so verlieren kann, "in dem du überhaupt keine Torchancen gestattest, in dem du komplett dominierst. Und du kriegst am Ende drei Tore und du musst drei kriegen, um überhaupt auszuscheiden. Das ist extrem bitter."

Schützend stellte sich Tuchel vor Neymar. Der Südamerikaner beschimpfte nach dem Spiel die Schiris via INSTAGRAM.

"Manchmal, wenn Sie sich an einen großen, großen Kampf erinnern und sich daran erinnern, dass Sie sehr emotional waren, verwenden Sie Wörter und reagieren auf eine Weise, die Sie einige Stunden später zurücknehmen", sagte der deutsche Übungsleiter.

"Sie sehen, wie emotional er ist und wie er bei uns lebt und wie sehr er uns und Ney helfen wollte. Er sollte zurückkommen - spätestens im Viertelfinale", so Tuchel weiter. Man solle mit Neymar nicht zu hart ins Gericht gehen.

Neymar hatte nach der Partie geschimpft: "Das ist eine Schande. Da nehmen sie vier Leute, die keine Ahnung von Fußball haben, um sich die Szene nochmal in der Zeitlupe anzuschauen."

Das könne nicht sein: "Wie kann man ein Handspiel begehen, wenn der Rücken zugedreht ist? Ach, fickt Euch!".

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