DFB-Team :Toni Kroos stellt klar: Der Umbruch war nötig

Foto: katatonia82 / Shutterstock.com
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Die DFB-Elf spielt vor immer weniger Fans. 2008 kamen im Durchschnitt 53.280 Fans zu den Heimspielen des viermaligen Weltmeisters.

2013 wurde die 50.000-er Marke letztmals geknackt. Jedoch spielt hierbei auch die Größe der Stadien eine Rolle. 2017 waren es 44.190 Fans pro Spiel, in diesem Jahr bisher 36.362.

Zuletzt in Mönchengladbach blieben viele Plätze leer, auch in Frankfurt gegen Nordirland wird das Stadion wohl nicht ausverkauft sein.

"Ich nehme das nicht so extrem wahr. Ich fand zum Beispiel in Gladbach, dass ein extrem positives Gefühl von den Rängen kam, dass die Leute zufrieden und glücklich waren", bemerkte Toni Kroos vor dem abschließenden Spiel gegen die Nordiren.

Vieles stehe noch unter dem Stern des Misserfolgs der WM 2018. "Aber ich finde, dass wir mittendrin sind in diesem Umbruch, auf diesem Weg und dass unsere Leistungen durchaus wieder Gründe geliefert haben, ins Stadion zu gehen und auch danach nicht enttäuscht nach Hause fahren", ergänzte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

Zuletzt wich der DFB auch vermehrt auf kleinere Stadien aus, um eine bessere Auslastung zu erreichen. Die ersten Länderspiele des Jahres fanden in Wolfsburg und Mainz statt.

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Beide waren mit rund 25.000 Zuschauern offiziell ausverkauft, auch vor einem Jahr in Sinsheim gegen Peru war es nicht anders.

Jedoch hat der Verband bisher wenig an der Preispolitik geändert. Die billigsten Tickets sind mit 25 Euro zwar noch erschwinglich, die 80 Euro in der teuersten Kategorie wollen aber immer weniger Fans bezahlen.

Das ist auch ein Hauptkritikpunkt diverser Fanvereinigungen. Die aktive Fanszene der Bundesligaklubs meidet Länderspiele noch immer.

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Toni Kroos bewertet die sportliche Leistung der Nationalmannschaft jedoch als gut.

"Im Endeffekt haben wir uns souverän qualifiziert, was man erwarten durfte", stellte der 29-Jährige klar. "Am Ende würde ich vielleicht die Note 2-3 dafür geben, da es auch nichts Besonderes ist, dass wir uns für eine EM qualifiziert haben."

Das Gefühl für das Turnier im kommenden Jahr sei aber gut, versicherte Kroos. Eine Favoritenrolle will er seiner Mannschaft aber nicht zuteilen.

"Es ist normal, dass nach einem Umbruch nicht alles immer sofort funktioniert, dennoch war es nötig, weil es in der anderen Konstellation nicht mehr besser geworden wäre. Wir haben uns verbessert, ob es dazu reicht, dass wir im nächsten Sommer vorne dabei sein wären, muss man abwarten."

Entscheidend seien auch die Länderspiele im kommenden Frühjahr. "Das war auch schon 2018 so, da konnte man im März auch schon etwas befürchten. Vielleicht waren wir damals schlechter als wir gemacht wurden und sind dieses Mal besser. Fakt ist: Wir haben nicht mehr viele Spiele bis zum Turnier, deshalb müssen wir da jede Minute nutzen. Das ist der Unterschied zum Verein",

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